Agrarholz: Schonende Pappel-Ernte bei Viessmann

Schaute sich die Erntemethode an: Der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf (2. von links) informierte sich über die Holzernte bei Viessmann bei Betriebsleiter Hans-Moritz von Harling (links). Weiter im Bild: Kreislandwirt Fritz Schäfer und Walter Dersch, Geschäftsführer des Maschinenrings (rechts). Foto: nh

Ernte auf den Viessmann-Holzfeldern bei Haine: Eine Maschine sägt die bis zu sechs Meter hohen Pappel-Stämme ab und befördert sie im gleichen Arbeitsgang in einen Container.

Allendorf-Eder. Wo es das Gelände zulässt, fährt ein Containerfahrzeug direkt nebenher. Bei stärkeren Hanglagen oder weniger günstig zugeschnittenen Flächen werden die Hackschnitzel über die Fahrerkabine in den „huckepack“ aufgebauten Container geblasen. In einem zweiten Arbeitsgang wird der gefüllte Container dann mittels integriertem Schubboden in einen Lkw umgeladen. Dieser bringt das Holz zu einem Zwischenlager, wo die weitere Aufbereitung erfolgt.

Über die Holzernte hat sich Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Waldeck-Frankebberg, Jens Deutschendorf, mit Betriebsleiter Hans-Moritz von Harling, Kreislandwirt Fritz Schäfer und dem Geschäftsführer des Maschinenrings, Walter Dersch, informiert.

Idealerweise erfolgt die Ernte an trockenen, kalten Wintertagen auf durchgefrorenem Boden. „Darauf haben wir jedoch vergeblich gewartet“, sagte Hans-Moritz von Harling. Die Verwendung breiter Reifen verringere zudem den Bodendruck der Maschinen.

Aufgrund des warmen Frühjahrs beginnen die Bäume bereits, Wasser zu ziehen. In wenigen Tagen wird ein erster Grünschimmer erkennbar sein und die jungen Knospen sprießen. „Dann wollen wir die Ernte abgeschlossen haben“, sagte Maschinenring-Geschäftsführer Dersch.

Kreislandwirt Fritz Schäfer unterstrich die gute Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Industrie. Alle anfallenden Arbeiten erfolgten durch Lohnunternehmer, die der Maschinenring koordiniere.

Der extensive Agrarholzanbau sieht vor, dass jedes Jahr nur ein Teil der Flächen geerntet wird. Dadurch ist für Tiere ein Wechsel in das benachbarte Feld möglich. „Die Nutzung und weitere Forschung beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe zeigen hier ihr großes Potenzial“, sagte Jens Deutschendorf. (nh/off)

Quelle: HNA

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