Jugend forscht in Frankenberg

Algen-Forschung bringt zahlreiche Preise ein

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Frankenberg - Kurz vor dem Ende eines Projektes zur Herstellung von Kerosin aus Algen wurden drei Schülerinnen der Edertalschule erneut für ihre Leistungen ausgezeichnet - und ein Bundespreis könnte ebenfalls noch folgen.

Nur noch eine mündliche Prüfung, dann haben Janina Meyer, Laura Dzubiella und Mirjam Sulzmann die Abiturprüfungen hinter sich. Die Edertalschule verlassen die Schülerinnen mit dutzenden ihrer Kameraden Ende Juni - dann endet auch eine kurze, aber eine an Auszeichnungen reiche Ära: Die Schülerinnen haben mehr als zwei Jahre an Algen geforscht und ergründet, wie sich mit ihrer Hilfe Bio-Kerosin herstellen lässt. Auch das Experiment endet - wurde zuvor aber nochmals ausgezeichnet.

Bereits im vergangenen Jahr haben sie den „Hessischen Staatspreis für intelligente Energien“ in der Schüler-Kategorie gewonnen. Auch der erste Preis beim Regionalentscheid Hessen-Nord von „Jugend forscht“ ging an die jungen Damen. In den vergangenen Tagen folgten der hessenweite „Smart-Energy-Award“ in der Schülerkategorie, dotiert mit 500 Euro, sowie der ebenfalls hessenweit ausgeschriebene „NaturPur-Award“, dotiert mit 1000 Euro.

„Das Geld teilen sich die Schule und die Schüler je zur Hälfte“, sagt Lehrer Björn Croll. Er leitet die „Jugend forscht“-AG des Frankenberger Gymnasiums - und erklärt: „Auch dieses Projekt hat von Geld profitiert, das andere gewonnen haben.“ Mit dem Preisgeld sollen vier Vorhaben unterstützt werden, die noch nicht so weit sind, wie jenes von Janina, Laura und Mirjam. So forschen Mitschüler daran, wie in der Landwirtschaft weniger Düngemittel eingesetzt werden können, ob sich Spuren genetisch veränderten Sojas in Lebensmittel finden lassen, wie kleinste Plastikteilchen auf Mikroorganismen in den Weltmeeren wirken und ob es eine biologisch vertretbare Möglichkeit gibt, einen Pilz zu bekämpfen, der vorwiegend Obstbäume befällt.

Dieser Einsatz könnte sich im Herbst erneut auszahlen: Als eines von bundesweit nur zehn Teams sind die Schülerinnen eingeladen, ihre Forschungen beim Bundesumwelt-Wettbewerb vorzustellen.

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