Mit Alkohol Wartezeit überbrückt, dann war der Führerschein fällig

Battenfeld. Mit Alkohol hat sich der Besitzer eines defekten Autos die Wartezeit auf den Pannendienst „versüßt“. Kurz nach der Reparatur war die Fahrt schon wieder zu Ende - weil die Polizei den Betrunkenen stoppte.

Der 59 Jahre alte Mann aus Olsberg war Polizeiangaben zufolge am Sonntag von Kelsterbach in Südhessen aus gestartet in Richtung Norden. Auf der Bundesstraße 236 zwischen Münchhausen und Berghofen sprang sein Dacia nach einer Rast auf einem Parkplatz nicht mehr an. Der Olsberger verständigte den Pannendienst - und musste rund zwei Stunden auf das Eintreffen des Servicefahrzeugs warten. „In dieser Zeit hat er dem Alkohol zugesprochen“, sagte der Dienstgruppenleiter der Frankenberger Polizeistation.

Als der Wagen schließlich repariert war, setzte der nun Betrunkene die Fahrt in Richtung Berghofen fort. Dem Mitarbeiter des Pannendienstes, der in dieselbe Richtung unterwegs war, fiel die unsichere Fahrweise seines Vordermanns auf - der steuerte seinen Dacia Kombi unter anderem über zwei Verkehrsinseln. Der Servicetechniker verständigte die Polizei.

Eine Streife stoppte das Auto schließlich gegen 19.40 Uhr in Battenfeld. Ein bei der Kontrolle durchgeführter Atemalkoholtest „verlief äußerst deutlich positiv“, wie es der Dienstgruppenleiter sagte. Die Beamten zogen den Führerschein ein und brachten den Olsberger ins Krankenhaus nach Frankenberg, wo ein Arzt die angeordnete Blutprobe „abzapfte“. Angehörige des Mannes holten ihn später auf der Polizeiwache ab. Ob der 59-Jährige bereits alkoholisiert in Kelsterbach gestartet war, stand am Montagmorgen nicht fest. „Die Ermittlungen diesbezüglich dauern an“, sagte der Beamte. Die Folgen bleiben die gleichen: Der Führerschein ist weg, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

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Quelle: HNA

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