Alkoholsüchtiger hatte Schusswaffen und 200 Patronen im Haus

Frankenberger Land. Weil er mehrere Schusswaffen und mehr als 200 Patronen besessen hat, ist ein 54 Jahre alter Mann aus dem Frankenberger Land am Amtsgericht Frankenberg zu einer Geldstrafe von 960 Euro verurteilt worden. Er besaß keinen Waffenschein und keine Waffenbesitzkarte.

Der arbeitslose Mann, der von seiner Frau getrennt lebt, besaß weder einen Waffenschein noch eine Waffenbesitzkarte. Der Fall war erst durch Zufall entdeckt worden.

Die Polizei hatte den 54-Jährigen im Oktober 2011 zuhause besucht, weil sich sein Bruder und seine Mutter Sorgen um den Zustand des Mannes gemacht hatten. „Ich war alkoholsüchtig“, gab er vor Gericht zu. Einer der Polizisten berichtete von leeren Schnapsflaschen und verschimmelten Essensresten in der Wohnung. Er komme mit seinem Leben nicht mehr klar, habe der Angeklagte damals gesagt.

Geladenes Gewehr hinter dem Sofa

Bei der Überprüfung des Mannes entdeckten die Polizisten ein geladenes Gewehr – griffbereit hinter dem Sofa. „Das hatte ich zum Selbstschutz gegen meinen Bruder. Er hat mir schon mal die Tür eingetreten und mich verprügelt“, sagte der 54-Jährige. „Das Gewehr sollte nur zur Abschreckung sein, ich würde nie auf einen Menschen zielen.“

Bei der anschließenden Durchsuchung in Wohnung, Keller, Werkstatt und Auto fand die Polizei weitere Waffen, darunter einen Revolver, eine schussfähige Dekorationswaffe und eine als Gehstock getarnte Hieb- und Stichwaffe, außerdem diverse Munition. „Die meisten Sachen habe ich von meinem Vater übernommen. Mein Fehler war, dass ich sie nicht angemeldet habe, als er gestorben ist“, sagte der Angeklagte. Das Gewehr, das er sich später zulegte, habe er „aus Jux und Dollerei und Dummheit“ gekauft.

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Quelle: HNA

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