Neuer Dezernent zu Gast im Battenfelder Projektbüro

Alle Ansprechpartner an einem Ort

Michaela Ackermann (v.r.) erläuterte dem EKHN-Personaldezernent Jens Böhm die Arbeitsabläufe im regionalen Kirchenbüro „Kirche vor Ort“ in Battenfeld.Foto: pr

Allendorf-Battenfeld - Jens Böhm hat das regionale Kirchenbüro "Kirche vor Ort" in Battenfeld besucht .Der 52-Jährige ist ab September neuer Personaldezernent der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) .

Gemeinsam mit der Pröpstin für Nord-Nassau Pfarrerin Annegret Puttkammer, bereiste er die Dekanate ihrer Propstei. „Das waren zwei tolle Tage, fast schon ein bisschen wie Urlaub“, kommentierte Böhm, der seit 2009 das Referat Personalförderung und Hochschulwesen der EKHN geleitet hat.

Neben der landschaftlichen Schönheit lernte Böhm die Problemstellungen kennen, mit denen die evangelische Kirche im ländlich geprägten Nordhessen konfrontiert ist. Mit diesen Problemstellungen befasst hat sich auch das Modellprojekt „Kirche in der Region“ im Dekanat Biedenkopf. Als Resultat ist unter anderem das Projekt „Kirche vor Ort“ im Battenfelder Einkaufszentrum entstanden, das Jens Böhm und Pröpstin Puttkammer besuchten: Direkt bei Lidl um die Ecke kann man seit Anfang Juli nahezu all das erledigen, was auch im örtlichen Gemeindebüro möglich ist.

Frauenarbeit im Battenfelder Kirchenbüro

Denn nicht nur sechs Kirchengemeinden aus der Region haben sich für das Projekt zusammengetan, sondern auch die rund 20 Mitarbeiter der Diakoniestation sind in der Ringstraße 5 zu finden, wie Pfarrer Gerhard Failing als Dekan des Evangelisch-lutherischen Dekanats Biedenkopf und sein Stellvertreter Pfarrer Stefan Peter - zugleich Vorstandsvorsitzender der Diakoniestation - ihren Besuchern erklärten. Außerdem wollen die Pfarrer der Region künftig stundenweise als Ansprechpartner vor Ort sein, erläuterte Vikarin Annette Beck, die seitens des Evangelisch-lutherischen Dekanats das Projekt leitet. Zudem will auch das Diakonische Werk Biedenkopf-Gladenbach Angebote im Regionalen Kirchenbüro ansiedeln, die Gemeindepädagogin Anna Rüttger wird Kindergottesdienst- und Frauenarbeit im Einkaufszentrum anbieten, außerdem hat die Mitarbeitervertretung des Dekanats regelmäßige Sitzungen und Sprechzeiten angekündigt.

Möglich wird das Regionale Kirchenbüro „Kirche vor Ort“ durch eine Anschubfinanzierung der EKHN, wie Dekan Failing erklärt. Das innovative Projekt, für das es erste Überlegungen schon 1998 gegeben habe, werde aufmerksam beobachtet: Die Landeskirche hoffe durch das Dokumentieren des Modellprojekts zu erfahren, wie sich eine solche gemeinsame Einrichtung betreiben lasse. Denn es sollten nicht nur möglichst oft Ansprechpartner vor Ort sein, sondern zugleich auch die Sekretärinnen der beteiligten Kirchengemeinden von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Nach drei Jahren solle das Projekt, bei dem die Landeskirche die Hälfte der Personalkosten trägt und die Kirchengemeinden Bürostunden beisteuern, auf eigenen Beinen stehen, sagte der Dekan.

„Unser Angebot gibt der Kirche vor Ort ein Gesicht und spricht sich rum“, sagte Vikarin Beck: „Es kommen immer mehr Leute vorbei.“ Entsprechend sollen die Öffnungszeiten an Kirchenbüros nach den Sommerferien angepasst werden. (r)

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