Großes Hobby: Erika Schulze aus Frankenberg schreibt über Tiere und Krieg

„Alle Geschichten selbst erlebt“

Hält ihre Geschichten in der Hand: Erika Schulze in ihrem Zimmer im Seniorenzentrum Ederbergland. Foto: Wenzel

Frankenberg. Geschichten schreiben: Das ist das Hobby von Erika Schulze. In ihren Worten spiegelt sich das wahre Leben wider. Ein Leben, wie sie es gelebt hat. „Meine Geschichten sind keine Fantasien. Ich habe alles selbst erlebt“, erzählt die 85-Jährige.

Seit etwas über fünf Jahren lebt Erika Schulze nun im Seniorenzentrum Ederbergland und schreibt ihre Geschichten auf Papier. Dadurch möchte sie ihr Gedächtnis trainieren. „Bevor ich in der Ecke sitze und Löcher in die Decke starre, beschäftige ich mich lieber“, sagt sie. Außerdem möchte sie Erlebtes festhalten.

Erika Schulze schreibt Geschichten über Krieg und Frieden, über Tiere und über ihr Leben allgemein. Einen Lebenslauf hat sie auch schon verfasst. „Das habe ich für meine Tochter gemacht. Damit sie mein Leben kennenlernt“, erklärt die 85-Jährige.

In ihren Geschichten beschreibt Schulze oft Begegnungen mit Tieren. Sie schreibt von Füchsen, Schäferhunden, Mäusen, Katzen und Vögeln. Ein besonderes Lieblingstier hat sie nicht. „Ich mag alle Tiere. Außer die mit den Stacheln“, sagt sie – und lächelt.

Ihre Eltern haben früher nebenberuflich eine Landwirtschaft betrieben. „Wir hatten viele Tiere: Hühner, Gänse, Hunde, Kühe, später auch Pferde“, erzählt Erika Schulze.

Ihre Geschichten schreibt sie nicht regelmäßig auf. Das mache sie je nach Lust und Laune. Anderen kann sie das Schreiben nur empfehlen. „Es hält geistig fit und man kann das Erinnerungsvermögen trainieren“, sagt sie.

Ihre Geschichten liest sie selbst auch immer wieder. Wie viele Geschichten sie insgesamt schon geschrieben hat, kann sie nicht einschätzen. „Es waren eine ganze Menge.“ Bereits vor ihrer Zeit im Altersheim hat sie einiges aufgeschrieben, doch seitdem sie im Seniorenzentrum lebt, schreibt sie mehr.

Gern würde sie ihr Geschriebenes veröffentlichen. Aber sie hat sich noch keine Gedanken darüber gemacht, wie das erfolgen könnte. (lw)

Quelle: HNA

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