Siebter Kräutermarkt zum internationalen Museumstag im Hof des Frankenberger Landratsamtes

Alle Sinne der Besucher angesprochen

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Frankenberg - Mit allen Sinnen die Natur und ihre Erzeugnisse erleben - dazu lud der Kräutermarkt mit seinen rund 30 Ständen gestern ein.

Der Duft von Bärlauchsuppe, Schafsgulasch, gegrillten Kräuterbratwüstchen und frischen Waffeln wehte über den Hof, in den Kräuterbeeten des Klostergartens spross das Grün, und an den Ständen strahlte den Besuchern die Farbenpracht von Blumen entgegen: Auch beim siebten Kräutermarkt im Hof des Landratsamtes gab es viel zu entdecken und zu schmecken.

Die heimischen Anbieter hatten ein breites Sortiment an ihren Ständen. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, um sich mit Blumen, Stauden, Gemüsesetzlingen oder Kräutern für den Garten einzudecken. Außerdem gab‘s Dekorationsideen für drinnen und draußen.

Auch an kulinarischen Leckerbissen fehlte es nicht. Es gab hausgemachte Marmeladen, Liköre aus Holunder, Rhabarber oder Mirabellen, Honigprodukte, Variationen aus Ziegenkäse, Milchreis, Weine und Sekt. Öle und Essenzen aus Eisenkraut oder Malve, Naturkosmetik, Dinkelkissen oder Selbstgestricktes gehörten ebenfalls zum Angebot. Körbe flocht Walter Mankel aus Holzhausen.

Gerade Kinder zog es zum Stand der NABU/Naturschutzjugend, wo zwei Lämmer im Gehege einige „Streicheleinheiten“ bekamen. Der Naturschutzbund informierte über aktuelle Themen, nebenan stellte die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen drei Hühner der seltenen Rasse Deutsche Sperber aus.

Im Kreisheimatmuseum gaben der Leiter Heiner Wittekindt und sein Mitarbeiter Hans Papenfuß Erläuterungen zu den hessenweit bedeutsamen Ausstellungsstücken - darunter die Steinfiguren aus der Werkstatt Tyles von Frankenberg und die Schnitzereien Philipp Soldans. Bei Führungen gingen sie auch auf die Geschichte des Gebäudes ein, das einst das Nonnenkloster „Sankt Georgenberg“ des Zisterzinser-Ordens war. Der Geschichtsverein bot eine Reihe Bücher zum Verkauf an.

Die Heilwirkung der Damaszener-Rose und die Kapuzinerkresse stellte die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Gabriele Knipp in einem Vortrag in der Mauritius-Kapelle vor. Einige schlenderten danach bewusster durch den Kräutergarten mit seinen Heilpflanzen.

Es gab nicht nur viel zu entdecken und zu schmecken, sondern auch zu hören. Der Chor „True Blue“ begeisterte das Publikum mit ausgefallenen Gesangsdarbietungen. Das Konzert auf dem Kräutermarkt sei für die Sänger bereits eine „liebgewonnene Tradition“, sagte Moderator Ernst van Bentum. Dagegen trat das Bläserensemble der Frankenberger Musikschule erstmalig beim Kräutermarkt auf.

Auch von gelegentlichen Regenschauern ließen sich die Besucher nicht schrecken. Hunderte genossen den Tag mit den Sinnenfreuden der Natur. (sg / sis)

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