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Allendorfer Mehrzweckhalle wird weiterhin als Flüchtlings-Unterkunft genutzt

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Von: Thomas Hoffmeister

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Die Allendorfer Mehrzweckhalle ist seit März Flüchtlings-Unterkunft. Unser Archivbild zeigt (von links) Jens Köster (Rettungsdienstleiter DRK Frankenberg), Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Bürgermeister Claus Junghenn, Verwaltungsmitarbeiterin Tamara Diehl, den Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese und DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter.
Die Allendorfer Mehrzweckhalle ist seit März Flüchtlings-Unterkunft. Unser Archivbild zeigt (von links) Jens Köster (Rettungsdienstleiter DRK Frankenberg), Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Bürgermeister Claus Junghenn, Verwaltungsmitarbeiterin Tamara Diehl, den Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese und DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter. © Thomas Hoffmeister

Nicht bis Ende Juni, wie im Mai ankündigt, sondern voraussichtlich bis zum 31. August dieses Jahres will der Landkreis die Allendorfer Mehrzweckhalle als Flüchtlingsunterkunft nutzen. Das hat Bürgermeister Claus Junghenn auf Anfrage der HNA mitgeteilt.

Allendorf/Eder - „Zur Zeit gehen wir, in Abstimmung mit dem Landkreis, von der Außerbetriebnahme zum 31. August aus“, sagt Junghenn.

Die Anzahl der Personen bei den wöchentlichen Zuweisungen aus der Erstaufnahme-Einrichtung in Gießen liege derzeit zwischen 30 bis 50. „Dabei ist eine hohe Fluktuation zu verzeichnen, sprich: eine schnelle Umquartierung in Wohnungen oder andere Einrichtungen.“ Aktuell seien 140 Personen in der Allendorfer Mehrzweckhalle untergebracht.

Die Mehrzweckhalle – früher Tennishalle – war nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im März als Flüchtlingsunterkunft ausgewiesen und hergerichtet worden. Betreiber der Einrichtung ist der DRK-Kreisverband Frankenberg (HNA berichtete).

Anreise in der Regel mittwochs

Im Regelfall finde die Anreise der Flüchtlinge mittwochs statt, teilte Bürgermeister Junghenn weiter mit. „Einen Tag später folgen im Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung die Anmeldeformalitäten. In den kleinen Sälen des Bürgerhauses ist der Landkreis mit den Fachdiensten Soziales und Ausländerwesen vertreten, seit dem 1. Juni auch das Jobcenter im Großen Saal, da sich die rechtlichen Grundlagen für die Auszahlung der monetären Unterstützung geändert haben. Durch diese Zentralisierung hier vor Ort können den Flüchtlingen einige Wege erspart werden.“

Um Verständnis bittet Claus Junghenn die Bevölkerung dafür, dass das Bürgerbüro der Gemeinde Allendorf donnerstags ausschließlich mit den Anmeldungen der Flüchtlinge beschäftigt sei. „Bitte machen Sie von der Möglichkeit der telefonischen Terminvereinbarung Gebrauch“, appelliert der Bürgermeister an die Allendorfer.

Bisher keine nennenswerten Schäden

Auf die Frage, ob die Mehrzweckhalle nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft aufwändig saniert werden müsse wie beispielsweise die Sport- und Kulturhalle in Gemünden, antwortete Junghenn: „Sollten wir nach der Räumung Schäden feststellen, müssen diese natürlich behoben werden. Von einer Sanierung will ich da aber nicht sprechen. Die Abläufe in der Halle sind geordnet und gut aufeinander abgestimmt, da leistet das DRK als Betreiber sehr gute Arbeit. Bisher hat es keine nennenswerten Schäden gegeben.“  

Von Thomas Hoffmeister

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