Erneute Qualifikation

Allendorfer Segelflieger Simon Briel löst Fahrkarte zur Weltmeisterschaft

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Im Landeanflug: Simon Briel aus Allendorf/Eder mit seinem Segelflugzeug Discus 2a bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren in Grabenstetten, südlich von Stuttgart. 

Allendorf/Eder. Erneuter Erfolg für den Allendorfer Segelflieger Simon Briel: Bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren in Grabenstetten (südlich von Stuttgart) belegte der 22-jährige Maschinenbau-Student in der Standard-Klasse den dritten Platz und qualifizierte sich damit erneut für die Junioren-Weltmeisterschaften.

Diese werden im Juli/August 2019 in der ungarischen Stadt Szeged ausgeflogen.

Mit der Deutschen Junioren-Nationalmannschaft hatte Simon Briel im Dezember 2015 in Narromine/Australien den Weltmeistertitel in der Mannschaftswertung gewonnen (HNA berichtete).

Zusammen mit seinem Freund und Teamkollegen Enrique Levin (25) hatte sich Simon Briel schwerpunktmäßig in Homberg/Ohm auf die Deutschen Meisterschaften der Junioren vorbereitet. Levin belegte in der Endabrechnung sogar den zweiten Platz, kann jedoch im kommenden Jahr nicht mehr an den Junioren-Weltmeisterschaften teilnehmen, weil er dann älter als 25 Jahre ist.

Simon Briel

Nachdem es in den beiden Vorjahren nicht für einen Podestplatz bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften gereicht hatte, freute sich Simon Briel nun umso mehr über seinen dritten Platz und die „Fahrkarte“ zur Weltmeisterschaft. Ungarn liege viel günstiger als Australien: „Da kann man mit Auto und Anhänger hinfahren und muss das Flugzeug nicht vorher mit dem Schiff schicken“, sagte der 22-Jährige der HNA. Das erfolgreichste Mitglied des Luftsportvereins Ederbergland studiert inzwischen im vierten Semester Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt. „Ich möchte meinen Bachelor und dann auch den Master machen“, sagt Briel über seine beruflichen Pläne.

Inzwischen ist Simon Briel nicht mehr mit dem Allendorfer Vereinsflugzeug LS-8 unterwegs, sondern hat einen eigenen Segler: eine Discus 2a. „Meine Familie hat mir den Kauf ermöglicht“, sagt Briel. Ein besonderer Dank gilt seinem Vater Reinhold Briel, der selbst gar nicht fliegt, aber seinen erfolgreichen Sohn bei nahezu allen Wettkämpfen begleitet. Aber auch Mutter Kerstin sowie die Brüder Daniel und Markus fiebern mit.

Für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr hat sich Simon Briel einiges vorgenommen: Nachdem er bei der WM in Australien in der Einzelwertung eine Top-Ten-Platzierung nur knapp verpasst hatte, möchte er nächstes Jahr zu den zehn besten Junioren der Welt gehören. In der Mannschaftswertung, in der sechs Piloten gewertet werden, liegt die Latte deutlich höher: „Mit der Mannschaft können wir einen Podestplatz erreichen“, sagt Briel.

Quelle: HNA

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