Feuerwehr braucht neue Mitglieder

Allendorfer Wehr ist Osterfeuer zu teuer

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Die langjährigen aktiven und passiven Mitglieder der Allendorfer Feuerwehr erhielten bei der Jahreshauptversammlung Ehrungen vom Verein und vom Feuerwehrverband. Ehrengäste gratulierten den verdienten Mitgliedern. Foto: Noll

Allendorf (Eder) - Das neue Feuerwehrhaus haben die Allendorfer Feuerwehrkameraden für ihre Jahreshauptversammlung genutzt. Im Mittelpunkt der Versammlung standen Ehrungen treuer Mitglieder.

Der Vorsitzende der Feuerwehr, Stephan Noll, beklagte den Rückgang der Mitgliederzahlen. Mit 145 Mitgliedern sei der Verein noch relativ gut aufgestellt, aber die Zeiten starker Zuwächse im Verein und der Einsatzabteilung - insbesondere durch Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr - seien wohl vorbei. Das Überangebot an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung mache vielen Vereinen einen Strich durch die Rechnung. Im Bereich Feuerwehr könne sich dies allerdings als Bumerang erweisen, wenn Freiwillige fehlen, um den Brandschutz in der Gemeinde sicherstellen zu können.

Kopfschmerzen bereitete dem Vorsitzenden auch das Osterfeuer, das in diesem Jahr ausfallen solle. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Verein regelmäßig Geld drauflege, wenn das Wetter mal nicht mitspiele. Noll berichtete über den Anbau an das Gerätehaus sowie die Renovierung des Altbaues in Eigenleistung. Er schwärmte allerdings über die dritte Auflage des Straßen- und Bachfestes „Linspher in Flammen“, das Feuerwehr und Kyffhäuser gemeinsam ausrichteten. Mehr als 600 Besucher waren dabei.Wehrführer Klaus-Dieter Briel rief die 21 Einsätze im vergangenen Jahr noch einmal ins Gedächtnis, die sich in acht Brandeinsätze, acht Hilfeleistungen und fünf Fehlalarme unterteilten. Einen nachdenklichen Eindruck hinterließen dabei die auf eine Leinwand projizierten Bilder. Das Einsatzjahr hatte mit dem Großbrand eines Mehrfamilienhauses begonnen, bei dem sich alle 15 Bewohner in Sicherheit bringen konnten.

Kleinere Brände und Verkehrsunfälle zeigten die breite Palette der Hilfeleistungen. Zu schweren psychischen Belastungen führten dabei immer wieder Einsätze mit Todesfällen. An dieser Stelle habe sich die Notfallseelsorge bewährt. Insgesamt leisteten die Allendorfer Feuerwehrleute 882 Einsatzstunden. Hinzu kamen 20 Übungen, Lehrgänge und Fortbildungen. Der Einsatzabteilung gehören zurzeit 25 Männer und eine Frau an.

(no)

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