Frankenberger Kunsttreff lädt zu Ausstellungseröffnung am Samstag, 14. Juli, in die Rathausschirn ein

Die alltäglichen Dinge des Lebens im Blick

Frankenberg - Vom 14. Juli bis 26. August sind im Haus am Geismarer Tor insgesamt 60 Werke des Künstlers Günther Blau zu sehen. Bis zu seinem Tod 2007 lebte der europaweit beachtete Maler in Cyriaxweimar bei Marburg.

Die neue Ausstellung des Kunsttreffs Frankenberg im Haus am Geismarer Tor ist einem Maler und Zeichner gewidmet, der die alltäglichen Dinge des Lebens zu seinem Thema machte und diese Dinge akribisch erforschte. Günther Blau wurde 1922 in Wuppertal geboren. 1940 begann er seine künstlerische Ausbildung an der Kunstakademie in Düsseldorf in der Bildhauerklasse Sepp Mages. Von 1941 bis 1943 war er Soldat in Russland. Noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ließ er sich in der Umgebung von Marburg nieder.

Auch aufgrund seiner schweren Kriegsverletzung wechselte er in das Fach Malerei und studierte nach dem Ende des Krieges an der Kunstakademie in München. Er wechselte dann an die Karlsruher Akademie und erhielt maltechnischen Unterricht bei Kurt Wehlte in Stuttgart. Ab 1971 lebte und arbeitete Günther Blau in Cyriaxweimar bei Marburg. Bei seinem Tod im Jahr 2007 hinterließ er ein umfangreiches Œuvre mit mehr als 1400 Ölgemälden, vielen hundert Zeichnungen und einem druckgrafischen Werk.

Ausblicke in die Malerei

Aus dem Nachlass des Künstlers, den seine Witwe Ruthild Blau betreut, wurde für die Ausstellung in Frankenberg ein Bestand von 60 Werken ausgesucht. Den Schwerpunkt bildet eine Auswahl aus dem zeichnerischen Œuvre des Künstlers mit Ausblicken in seine Malerei.

Günther Blau konnte seine Kunst in vielen Ausstellungen in Deutschland und Europa vorstellen. Viele Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Auch in der Ausstellung des Kunsttreffs sind private Leihgaben vertreten, um die Entwicklung seiner Kunst vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die letzten Schaffensjahre vorstellen zu können.

„Der Mensch vermag von der Natur und ihren Dingen nur so viel zu erfahren, als in seinem Innern vorhanden ist. Die Fähigkeit Günther Blaus, mit dem inneren Auge zu sehen, und der daraus resultierende reiche Erfahrungsschatz machen seine Kunst so wertvoll“, sagt Dr. Birgit Kümmel vom Kunsttreff.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag, 14. Juli, um 17 Uhr im historischen Rathaus statt. In das Werk des Künstlers führt Dr. Jürgen Wittstock, der ehemalige Direktor des Universitätsmuseums in Marburg, ein. Die musikalische Gestaltung der Vernissage übernehmen Eberhard Enß, Querflöte, und Yevgeniya Schott, Piano. Gäste sind herzlich willkommen.

Im Haus am Geismarer Tor ist die Ausstellung vom 14. Juli bis 26. August samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen. Infos unter Telefon 06451/9509 oder im Internet unter www.kunsttreff-frankenberg.de. (r)

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