Band "Familie Hossa"

Mit "altem Käfer" in die "kleine Kneipe"

+
„Im Wagen vor...“ ihm fuhr ein junges Mädchen.

Battenberg - Eine Kultschlagerparty der Extraklasse erlebten die rund 200 Besucher am Sonntagabend in der Battenberger Burgberghalle.

Auf ihrer „Wie war das gestern noch“-Tour boten die neun Vollblutmusiker der „Familie Hossa“ eine über dreistündige Bühnenshow, passend gekleidet mit Plateauschuhen, Schlaghosen und knallig bunten Hemden, so wie man sie in den Siebzigern trug.

Die „Hossas“, abgeleitet von Rex Gildos „Fiesta Mexicana“, hatten alle wichtigen Schlager der damaligen Zeit „im Gepäck“. Zum Auftakt spielten sie „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ von Jürgen Marcus.

Das Schlagerkonzert war unterteilt in mehrere Blöcke, einer der größten war der „Urlaub - Sommerblock“. Darin spielten sie „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“, passend mit Schirm und Öljacke. „Ibiza“ und „Ich war noch niemals in New York“ folgten. Die Schlagerfans in Battenberg wurden im „Alkohol-Block“ in „die kleine Kneipe in unserer Straße“ und zum „Griechischen Wein“ eingeladen. Bei den Hits von Peter Alexander und Udo Jürgens wurde in der Burgberghalle geschunkelt und mitgesungen.

Einen Blick auf die deutschen Grand-Prix Beiträge der damaligen Zeit warf die „Familie Hossa“ mit „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein. Dann betrat „Dschingis Khan“ die Bühne, er sang mit der Band den Hit, der 1979 auf Platz vier beim Grand Prix“ landete. Zu allen Titeln wurden im Hintergrund auf einem „überdimensionalen Fernseher der damaligen Zeit“ passende Bilder eingespielt. Die Bühne war umgestaltet in ein „Wohnzimmer der Siebziger“, bunte Tapete, Telefon mit Wählscheibe und Wohlfühlambiente gehörten dazu.

Die Bandmitglieder zeigten sich sehr publikumsnah und forderten bei allen Titeln die Schlagerfans zum Mitsingen auf. Gemeinsam erklärten sie den Besuchern amüsant ihre verwandtschaftlichen Beziehungen. „Also Teresa Hossa, das einzigste weibliche Familienmitglied, ist die Cousine der Tante seiner Schwester“, erklärten sie anschaulich verwirrend. Bei „Im Wagen vor mir“ von „Henry Valentina und Uschi“ rollte ein „alter Käfer“ über die Bühne und verfolgte die singende „Uschi“, alias Teresa Hossa. Zum Abschluss des Konzertes dann der „Hit der Familie“: „Fiesta Mexicana“ von Rex Gildo. Zur lautstark geforderten Zugabe betrat die „Familie Hossa“ in weißen Bademänteln, so wie Udo Jürgens zum Abschluss seiner Konzerte, die Bühne. Rockig interpretiert spielten sie „Aber bitte mit Sahne“, ehe man sich „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ verabschiedete. „Dieter Thomas Heck“ bedankte sich bei den Besuchern und danke als Schnellsprecher in wenigen Sekunden unzähligen Namen, die an der Show beteiligt waren, die mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

(de)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare