Frankenberg

Altes Kloster im Blickpunkt: Neuer Stadtplatz am Landratsamt soll Schmuckstück werden

- Frankenberg (jos). Das einstige Zisterzienserinnenkloster soll wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Deshalb werden noch in diesem Herbst Mauern abgerissen, die bislang die Sicht auf das historische Gebäude versperren. Entlang der Bahnhofstraße soll ein neuer Stadtplatz entstehen.

Was derzeit noch eine ungenutzte Rasenfläche ist, soll schon im nächsten Frühjahr eine parkähnliche Anlage sein, die zum Flanieren einlädt – und den Fußweg vom Bahnhof in die Fußgänger-zone attraktiver machen soll. Bürgermeister Christian Engelhardt hat dazu jetzt erstmals ein Gestaltungskonzept vorgestellt, das die Grundlage für die nun anstehende Entwurfsplanung bildet. Danach soll die Mauer zur Uferstraße hin zum Teil abgebrochen und auf Sitzhöhe gebracht werden. Auch zur Bahnhofstraße hin soll die Grünfläche geöffnet werden. Schon in den nächsten Wochen sollen nach Engelhardts Plänen die Erdarbeiten beginnen, denn der neue Landratsgarten soll auf das Höhenniveau der Bahnhofstraße gebracht werden. Im nächsten Frühjahr geht es dann mit der Bepflanzung weiter. „Die Details stehen noch nicht fest, möglicherweise könnte etwas Besonderes mit Wasser angelegt werden, auch ein gastronomisches Angebot wie ein Biergarten wäre denkbar“, sagte Engelhardt. Die Neugestaltung am Landratsamt ist das erste öffentliche Bauprojekt im Zuge der Stadtsanierung, die auch für private Investitionen interessante Fördermöglichkeiten bietet. Bis 2011 soll nach Engelhardts Plänen die Umgestaltung der gesamten Bahnhofstraße abgeschlossen sein. Die Grünfläche am Landratsamt sei dabei „am wenigsten konfliktträchtig“, so Engelhardt. Zum von ihm angedachten Rückbau der Bahnhofstraße wird es wohl noch Diskussionen geben.Zu den Kosten für die Umgestaltung konnte der Bürgermeister noch nichts sagen. Das Landesamt für Denkmalpflege sei von dem Vorhaben „sehr angetan“, berichtete der Rathauschef. Engelhardt ist sich sicher: „Es wird ein großer Gewinn für unsere Stadt.“ – Darin gibt ihm auch Landrat Helmut Eichenlaub recht. Er nannte die Pläne eine „großartige Möglichkeit, das gesamte Ensemble Zisterzienserinnenkloster aufzuwerten“. Der Landkreis gebe für das Projekt gerne „grünes Licht“. Formal schließen Stadt und Kreis einen Gestattungsvertrag über 30 Jahre mit Option auf Verlängerung ab, erklärte Eichenlaub. Das bedeutet, dass der Kreis als Grundstückseigentümer der Stadt erlaubt, das Gelände umzubauen und öffentlich zugänglich zu machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare