Angeklagter bricht in Gericht zusammen: Notarzt im Einsatz

Frankenberger Land. Im Frankenberger Amtsgericht ist ein Angeklagter mitten in seiner Verhandlung zusammengebrochen. Der Notarzt musste gerufen werden, um den 43-Jährigen zu behandeln.

Der Mann aus dem Frankenberger Land war vor Gericht, weil er angeklagt wurde, einen 30-Jährigen mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen zu haben. Am 2. September 2012 hat sich in der Battenberger Festhalle ein Handgemenge ereignet, an dem der Angeklagte und das vermeintliche Opfer beteiligt waren.

Auf Nachfrage von Richterin Andrea Hülshorst, was sich aus Sicht des 43-Jährigen an dem fraglichen Abend ereignet habe, erklärte er, dass er sich an nichts erinnern könne. „Ich habe einen totalen Filmriss. Keine Ahnung, was passiert ist.“ Nach Polizeiangaben habe der Mann an dem Abend einen Alkoholpegel von 2,8 Promille gehabt.

Als das 30-jährige Opfer in den Zeugenstand trat, schilderte er seine Version des Vorfalls. Danach begann die Auseinandersetzung mit dem Angeklagten, als er ihm in der Festhalle aus Versehen auf den Fuß getreten sei. Er habe sich zwar sofort dafür entschuldigt, der Angeklagte sei aber sofort aggressiv geworden.

In den Würgegriff genommen

Der Mann habe ihn beschimpft, am T-Shirt gepackt und in einen Würgegriff genommen. Nachdem sich der 30-Jährige aus der Umklammerung befreit habe, habe er versucht, den 43-Jährigen bis zum Eintreffen des Sicherheitsdienstes an der Theke festzuhalten.

Während dieser Situation soll der Angeklagte sich eine Bierflasche geschnappt und dem 30-Jährigen über den Kopf geschlagen haben. Das Opfer erlitt eine drei Zentimeter lange Platzwunde und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. (bek)

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Quelle: HNA

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