Angeltour mit gefälschten Zeugnissen: Gericht verhängte Geldstrafen

Waldeck-Frankenberg. Mit gefälschten Prüfungsbescheinigungen versuchen Angler bundesweit, sich Angelberechtigungen zu verschaffen. Auch in Waldeck-Frankenberg hat es diese Fälle gegeben.

 Im Bürgerbüro im Korbacher Rathaus legten im Laufe des Jahres gleich mehrere Personen gefälschte Prüfungsbescheinigungen vor, berichtete Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. Weil die Mitarbeiter von einem Fall aus Hamburg gehört hatten, guckten sie genau hin und kamen so den Fälschungen auf die Spur. Auch am Diemelsee hat die Wasserschutzpolizei mehrere gefälschte Papiere entdeckt und Verfahren eingeleitet. Falsche Prüfungsbescheinigungen tauchten in den vergangenen Jahren immer wieder auf. Viele von ihnen stammen aus dem Gebiet des Landesfischereiverbandes Weser-Ems. In dessen Geschäftsstelle in Oldenburg verfolgt man diese Entwicklung aufmerksam, sagt Geschäftsführer Diana Karczmarzyk. Sie berichtet von sechs weiteren Fällen, die jüngst in Norddeutschland bekanntgeworden sind. Eine konkrete Spur zu den Fälschern gibt es bisher nicht. Dass es sich nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, zeigten die Urteile des Korbacher Amtsgerichts. Wegen Urkundenfälschung mussten sich erwischte Schwarzangler dort verantworten. Gegen sie wurden Geldstrafen bis zu 2000 Euro verhängt. Im benachbarten Hochsauerlandkreis hatte ein Gericht Angler sogar mit Freiheitsstrafen belangt, die auf Bewährung ausgesetzt wurden. (ber)

Quelle: HNA

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