Ernennungsurkunde überreicht

Anke Strobel ist neue Leiterin der Grundschule in Bromskirchen

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Die offizielle Ernennungsurkunde soll noch in diesem Jahr übergeben werden. Schulamtsdezernent Jörg Langheld und die Elternvertreter Sandra Peil und Silvia Finger gratulieren der neuen Schulleiterin Anke Strobel (Zweite von links) bereits jetzt.

Bromskirchen - So tragisch die Amtsübernahme im vergangenen September war, so heiter war die Ernennung zur Schulleiterin am Mittwoch. Anke Strobel leitet, zunächst kommissarisch, die Bromskirchener Grundschule

Die Grundschule in Bromskirchen hat eine neue Schulleiterin. Doch so neu ist der Posten für die „Neue“ gar nicht. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Vorgängerin Annegret Günther übernahm Anke Strobel bereits im September die Amtsgeschäfte der Grund-schule.

Am Mittwoch wurde sie, zunächst kommissarisch, als neue Schulleiterin vorgestellt. Seit 1996 ist die 42-jährige Frankenbergerin an der Schule als Lehrerin tätig. Zuvor unterrichtete sie in Hatzfeld und absolvierte ihr Referendariat in der heutigen Schule am Goldberg in Allendorf. „Bei der Übernahme hatte ich keine lange Vorlaufzeit“, sagt Strobel. Sie sei mit vielen Dingen überfordert gewesen, doch viele fleißige und liebevolle Hände hätten sie immer unterstützt. In vielen Sitzungen habe sie zu Hause mit ihrem Mann und ihrer Tochter überlegt, ob die Veränderungen, die ein solcher Posten mit sich bringt, überhaupt tragbar seien, sagt Strobel. Schließlich habe sie sich doch beworben.

Für ihre eigene Zukunft und die Zukunft der Schule wünscht sich die 42-Jährige eine gute und effektive Zusammenarbeit und Kommunikation mit Kollegen und Eltern, sowie ein Lern- und Arbeitsklima, in dem sich alle wohlfühlen. Eine „lernfreundliche Schule“ soll es sein. Dies mache für die neue Schulleiterin eine gute Schule aus. „Einen guten Start und eine gute Hand“, wünschte Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. Er habe sich über die Bewerbung gefreut.

Goldbarren als Geschenk

Auch Schulamtsdezernent Jörg Langheld schloss sich den Glückwünschen an und überbrachte neben der Ernennungsurkunde einen Korb mit kleinen Goldbarren aus Schokolade, die als „Nervennahrung und Seelentröster“ bereitstehen. Außerdem enthielt sein Präsent eine Packung mit Pflastern für die „Beulen und Kratzer“, die nicht immer zu vermeiden seien, denn „wo Entwicklung stattfindet entsteht Reibung“, sagte Langheld. Anke Strobel habe sich in den vergangenen Jahren viel Wissen über die Grundschule angeeignet und einige vorangetrieben. Gerade in den vergangenen Wochen habe Strobel aber das Laufen neu erlernt und der Lernprozess ginge noch weiter. „Langweilig wird es nicht werden“, prophezeite der Schulamtsdezernent. Bevor sich der offizielle Teil der Amtseinführung dem Ende neigte, ließen es sich die Lehrerkollegen nicht nehmen, die neue Chefin auf ihre Weise zu begrüßen. Dorothea Strauch und Sabine Hahnenstein berichteten über den täglichen Wahnsinn des Lehreralltags, der um 5 Uhr mit einem klingelnden Wecker beginnt, dieser aber dann gekonnt ignoriert wird, um auf den letzten Drücker noch den Klassenraum zu erreichen. Natürlich nicht ohne die vorher eilig aufgelegte Gesichtsmaske noch im Gesicht zu haben.

Von Marco Steber

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