Frankenberg

Anlieger im Wohngebiet Leimenkaute protestieren gegen die Stadt

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- Frankenberg (jos). Zwischen Gartenstraße und der Straße Auf der Leimenkaute könnte auf einem 14 000 Quadratmeter großen Schrebergärten-Areal ein neues Baugebiet entstehen. 
Dagegen wehren sich 
Anlieger, Pächter und Grundstücksbesitzer.

Es gehe ihm 
lediglich darum, auszuloten, was möglich ist, sagte Bürgermeister Christian Engelhardt auf FZ-Nachfrage beschwichtigend. Deshalb habe die Stadt 
die Besitzer der Gartengrundstücke angeschrieben und gefragt, ob sie an einem Verkauf oder einer Bebauung interessiert seien. Ergebnis: Die Mehrheit der Grundstücksbesitzer könne sich grundsätzlich vorstellen, dass das Gebiet zu Bauland wird, berichtete Engelhardt.


Das Vorgehen der Stadt werten zahlreiche Anlieger, Gartenpächter und Grundstückspächter allerdings bereits als Versuch, aus dem Garten-Areal ein neues Wohngebiet zu machen. Der Widerstand hat sich schnell formiert, zumal bereits 2001 entsprechende Pläne bei der Stadt diskutiert worden waren, aber schließlich aufgrund des Anliegerprotestes wieder verworfen wurden.

Insgesamt 56 Anwohner haben sich aktuell laut Sprecher Heinz Riehl bereits an einer 
Unterschriftenaktion gegen 
eine mögliche Bebauung des Garten-Areals beteiligt. Am dienstag Vormittag kamen fast 30 Menschen vom Kleinkind bis zum Rentner zusammen, um gegen eine mögliche Umnutzung des Geländes zu protestieren. Nicht wenige von ihnen haben sich extra Urlaub genommen, um gemeinsam zu demonstrieren.

Mehr als 90 Prozent der direkten Anwohner seien gegen eine 
Bebauung der Gartengrundstücke, betonte Riehl gegenüber der FZ. Die Anlieger werfen der Stadt vor, dass sie „Einzelinteressenten“ unterstütze, die ihr Grundstück veräußern wollen. Damit nehme die Stadt in Kauf, dass ein „grüner Gürtel“ zerstört wird. Im Zeitraum von 1950 bis in die 80er Jahre hinein haben 
die Anlieger der Gartenstraße und der Straße Auf der Leimenkaute ihre Häuser gebaut. Damals hätten Stadt und Regierungspräsidium zugesagt, dass das Gartengebiet als „grüne Lunge“ des Wohngebietes erhalten bleibe. „Aufgrund dieser 
Voraussetzung haben wir und andere dort gebaut, gekauft oder gemietet“, betonte Riehl.

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