Bürgerversammlung zum geplanten Ausbau der Hauptstraße – Noch keine Details

Anlieger wollen konkrete Zahlen

Sorgte für Diskussionen: Der geplante Ausbau der Hauptstraße durch Louisendorf war Thema einer Bürgerversammlung. Fotos: Battefeld

Louisendorf. Eine „kostengünstige, aber auch nachhaltige“ Lösung soll her für den geplanten Ausbau der Hauptstraße durch das Hugenottendorf - insoweit herrschte Einmütigkeit bei der Bürgerversammlung, zu der Stadtverordnetenvorsteher Thomas Scheerer ins Louisendorfer Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatte. Dabei stellte das Ingenieurbüro Gröticke & Partner den 60 erschienenen Teilnehmern seine Pläne zur Baumaßnahme vor.

Wie diese Lösung, die insgesamt mit 900 000 Euro veranschlagt ist, allerdings im einzelnen aussehen soll, darüber konnte an diesem Abend noch keine Einigung erzielt werden. Für Diskussionen sorgte vor allem die Frage, ob im Zuge der Baumaßnahme die Bürgersteige komplett erneuert werden sollen, oder ob sie an den Stellen, an denen neue Kanalleitungen für Hausanschlüsse gelegt werden müssen, lediglich aufgerissen und später wieder geflickt werden sollen.

Nicht abschließend geklärt werden konnte auch, wo die neuen Kanalleitungen herführen sollen und die nach dem Ausbau angestrebte Fahrbahnbreite. Besonders die betroffenen Anlieger forderten hier konkrete Zahlen ein, anhand deren sie ersehen könnten, welche Kosten auf sie zu kommen.

Hintergrund ist, dass es sich bei dem Ausbau der K 94 um eine gemeinsame Baumaßnahme vom Landkreis und der Stadt Frankenau handelt, in deren Zuge auch die Kanalleitungen erneuert und die Bürgersteige einbezogen werden sollen.

Beispielsrechnungen

Bürgermeister Björn Brede kündigte an, in Beispielsrechnungen ermitteln zu lassen, welche Lösung im Hinblick auf die Bürgersteige die wirtschaftlichste sei und dann zu einer neuen Informationsveranstaltung einzuladen. „Wir wollen hohe Transparenz bieten bei der Planung und bei den nächsten Schritten“, betonte der Bürgermeister.

Für den Fall, dass die Bürgersteige erneuert werden sollten, sei es wichtig, entsprechende Förderanträge bis zum 30. September zu stellen. Auch wenn die Baumaßnahme vom Kreis zunächst noch einmal zurückgestellt worden sei. Brede kündigte an, auch mit der EON Gespräche zu führen wegen möglicherweise geplanter Versorgungsleitungen.

„Handlungsbedarf“

Diplom-Ingenieur Ulrich Gröticke hatte zuvor die aktuellen Planungen für den Ausbau der Hauptstraße vorgestellt und auch Bilder von einer erfolgten Kanalausleuchtung gezeigt. „Hier ist Handlungsbedarf, hier muss was geschehen“, betonte der Diplom-Ingenieur Angesicht aufgezeigter Risse, Wurzeleinwüchse und eindringendem Grundwasser.

Bei dem Straßenausbau habe das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) zwar vorgegeben, in Höhe der Bushaltestelle aufzuhören, das Ingenieurbüro schlage aber vor, die Straße bis zum letzten Grundstück auszubauen.

Vorgesehen sei eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter sowie rechts ein Gehweg von 5,50 Meter und auf der anderen Seite ein Schrammbord von 0,75 Meter.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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