Frohnhausen

Annika Henkel berichtet über ihr dreimonatiges Praktikum in Tansania

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- Battenberg-Frohnhausen (ied). Die Frohnhäuser Kindergartenkinder bekamen dieser Tage Besuch von Annika Henkel. Die junge Frohnhäuserin hat von Anfang Februar bis April ein Praktikum in der Karagwe Diözese in Tansania absolviert.

Zur Karagwe Diösese gehört der Kituntu Distrikt und dort, in der Gemeinde Runyaga, wohnen die Freunde der Frohnhäuser Jungen und Mädchen, die Annika Henkel auf ihrer Reise besuchte. Die Frohnhäuserin brachte von dort viele eindrucksvolle Bilder, Berichte und einen Brief vom Gemeindepfarrer Faustin Buchocho mit in den Kindergarten.

Die Kinder hatten in den Wochen zuvor mit ihren Erzieherinnen in Annika Henkels Internet-Tagebuch verfolgt, was sie in Afrika erlebt. So kannten sie schon die Geschichten von den Ziegen, die dem Bischof bei besonderen Anlässen geschenkt wurden und die gemeinsam mit Annika im Auto nach Hause transportiert werden mussten. Eine andere Geschichte handelte von einem Huhn, das als Kollekte mit zum Gottesdienst gebracht und neben Annikas Füßen platziert wurde.

In Tansania ist es üblich, Obst, Gemüse oder auch mal ein Huhn zu spenden, wenn man kein Geld hat. Nach dem Gottesdienst werden diese Dinge dann versteigert. Wenn zu einem Gottesdienst viele Besucher erwartet werden, wie zum Beispiel beim Besuch des Bischofs, ist die Dorfkirche meistens zu klein und es werden große Zelte aus Stangen und Tüchern errichtet. Der Boden wird dann mit Heu ausgestreut – und schon ist genug Platz für alle da. Die Gottesdienste dauern zwei bis drei Stunden und es nehmen auch sehr viele Kinder daran teil.

Während der Woche findet der Kindergarten in der Kirche in Runyaga statt und ähnelt einer deutschen Grundschule. Die Jungen und Mädchen lernen, Buchstaben und Zahlen zu schreiben und haben nur wenige Spielsachen. Annika Henkel filmte die Kinder beim Singen und Tanzen und spielte das Video den Frohnhäuser Kindern vor. Diese singen gerne die afrikanischen Lieder, die sie mit Lee Cosmas Ndeiy gelernt haben, und hörten ganz gespannt zu.

Annika Henkel zeigte den Kindern Fotos von dem Gästehaus, in dem sie während ihres Aufenthaltes wohnte. Sie erzählte von Abendstunden, in denen der Strom weg war, vom Moskitonetz über dem Bett, von Schmetterlingen, die so groß wie die Handfläche eines Erwachsenen sind und von blühenden Sträuchern, die wir als Zimmerpflanzen in kleinen Blumentöpfen kennen.

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