Organisator EWF: Nachfrage wird nicht weiter steigen

Anruf-Sammel-Taxi fährt nah am Limit

Waldeck-Frankenberg. Die Nachfrage nach dem Anruf-Sammel-Taxi (AST) in Waldeck-Frankenberg ist auf dem Höhepunkt angelangt. „Das Anruf-Sammel-Taxi wird sehr gut angenommen, die Nachfrage wird nun aber in den meisten Bereichen stagnieren.

Wir bleiben aber auf einem hohen Niveau“, sagte Alfred Protzek von der zuständigen Energie-Waldeck-Frankenberg (EWF) der HNA. Das AST wird von Kreis und Kommunen bezuschusst. Die Fahrgäste zahlen nur den regulären Fahrpreis des Busverkehrs plus einen Euro pro Fahrt. Protzek nannte zwei Gründe, warum die Nachfrage wohl nicht weiter steigen werde: Die Zahlen seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, als sich das Anruf-Sammel-Taxi nach und nach herumgesprochen habe. Nun sei der Höhepunkt erreicht. Außerdem sei die räumliche Erweiterung des AST-Netzes im Landkreis fast am Ende.

Haina und Gemünden sind die einzigen der 22 Kreis-Kommunen, die noch nicht angebunden sind. Beide haben dem Beitritt zwar schon zugestimmt, nun liegt es aber an den Nachbarkommunen, wie Protzek erklärte: Fahrten aus Haina würden meist nach Bad Wildungen führen, Fahrten aus Gemünden nach Frankenberg. Da die Zielkommune einen Großteil der Kosten übernimmt, verhandele die EWF derzeit mit Bad Wildungen und Frankenberg.

Über eine Erweiterung des AST-Verkehrs über die Kreisgrenze hinaus will Protzek erst sprechen, wenn alle Verbindungen in Waldeck-Frankenberg eingerichtet sind. In diesem Fall müsse ja auch die Beteiligung der auswärtigen Kommunen geklärt werden.

Das Fifty-Fifty-Taxi für Jugendliche, das der Landkreis einsparen will, habe einen Nachteil gegenüber dem AST: Man könne bei der Abrechnung nicht genau kontrollieren, ob es tatsächlich nur von Jugendlichen zu den vorgegebenen Zeiten genutzt wird.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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