Radio Frankenberg verabschiedet sich mit Lied für Radio-Gründer Tim Heinrichs-Noll

Anstrengende Tage, kurze Nächte, ganz großes Radio

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Tim Heinrichs-Noll fehlt in diesem Jahr, dafür kam das gelb-blaue Sender-Maskottchen hinzu – und das Team von Radio Frankenberg hatte dennoch viel Spaß und gutes Programm.Foto: Patricia Kutsch

Frankenberg - Für rund ein Jahr müssen die Frankenberger wieder auf ihren eigenen Radiosender verzichten. Der Pfingstmarkt-Sender Radio Frankenberg ist seit Mittwochmittag nicht mehr auf Sendung.

Eine Woche lang haben die neun Radiomoderatoren und Reporter vom Pfingstmarkt, von Musikern, Unfällen und Begebenheiten im Frankenberger Land berichtet. Nun gehen die zehn Freunde wieder getrennte Wege bei ihren eigentlichen Radiosendern - bis Pfingsten 2016 im nächsten Mai. Radio Frankenberg soll dann das zehnte Mal „On Air“ gehen.

Zum Abschluss einer ereignisreichen Woche haben der Programmchef Manuel Paulus und Nachrichtensprecher Patrik Buchmüller sich von den Zuhörern verabschiedet. Sie bedankten sich bei den vielen Helfern im Hintergrund, allen voran bei Sonja und Thomas Fleck-Noll, die das Team seit Jahren über Pfingsten beherbergen und bewirten und bei der guten Seele Björn, der Urlaub nimmt, um den Radioleuten „ihre Sachen hinterherzutragen“. Als letztes Lied der Sendung spielten sie „Last Time“ von Project 54. Aber nicht als Ankündigung, dass es kein Radio Frankenberg mehr geben soll, sondern weil es das erste Lied vor neun Jahren war, das auf dem Sender gespielt wurde und weil es eins der persönlichen Lieblingslieder von Radiogründer Tim Heinrichs-Noll ist. Der war dieses Jahr erstmals nicht mit von der Partie, sendete aber Grüße aus Australien und lobte das Team, dass auch ohne Heinrichs-Noll sieben Tage hervorragendes Radio gemacht hat. Die haben im Schnitt viereinhalb Stunden geschlafen. „Jeder durfte dann mal an einem anderen Tag ausschlafen“, sagt Manuel Paulus.

Der Schlafmangel habe sich aber gelohnt: Das Team ist sich einig, dass es inhaltlich das stärkste Jahr in der Geschichte von Radio Frankenberg war. „Wir hatten mehr Beiträge als Sendeplätze“, sagt Tim Belke. Neben dem Karussell-Test gab es viele spannende Geschichten abseits des Pfingstmarkts und ebensoviele Studiogäste, etwa die Bottendorfer Theatergruppe, Wuthe und Faust oder zwei Flüchtlinge. „Mir hat die Smoo-thie-Aktion besonders gut gefallen“, sagt Buchmüller mit einem Lachen. Für eine goldene Pfingstmarktkarte mussten drei Kontrahenten einen Mix aus verschiedenen pürierten Lebensmitteln trinken.

„Jetzt sind wir alle ziemlich durch“, sagt Buchmüller zum Abschied im Radio. „Aber wir hatten viel Spaß und es war wieder unheimlich schön.“

Von Patricia Kutsch

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