Anwohner kämpfen für Erhalt der Gärten im Ortsgrund

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„Hände weg von den Gärten“: Mit dem Gang an die Öffentlichkeit kämpfen Anwohner und Gartenbesitzer im Ortsgrund für den Erhalt der Grünflächen zwischen Gartenstraße und Leimenkaute.

Frankenberg. Grundstückseigentümer, Hausbesitzer, Pächter und Anwohner im Frankenberger Ortsgrund, wollen verhindern, dass die Gartengrundstücke zwischen Gartenstraße und Leimenkaute zu Bauland werden.

Die Stadt hatte die Besitzer der Grünflächen nach ihrem Interesse daran gefragt, nachdem ein Gartenbesitzer bei der Stadt gefragt hatte, ob man dort ein Haus bauen könne.

Der Bebauungsplan sehe dort nur Gartenflächen vor, erklärte Bürgermeister Christian Engelhardt auf HNA-Nachfrage. Um dort ein Haus bauen zu können, müsse der Plan geändert werden, für ein einzelnes Grundstück sei das aber „relativ schwierig“.

Die Stadt fragte trotzdem bei den anderen Gartenbesitzern nach, und löste damit Besorgnis und Kritik aus: Wie Heinz Riehl, der Sprecher der Gartenfreunde, berichtete, hätten 56 Anwohner gegen die Bebauung der Gärten unterschrieben. Viele hätten dort gerade deshalb ein Haus gebaut, gekauft oder gemietet, weil es eine Zusage von Stadt und Regierungspräsidium gegeben habe, dass die Flächen als „grüne Lunge“ des Wohngebietes erhalten bleiben.

„Die Bürger im Ortsgrund müssen sich keine Sorgen machen“, sagte Bürgermeister Engelhardt der HNA. „Der Fokus der Stadt liegt generell nicht darauf, neues Bauland zu schaffen, sondern darauf, dass leer stehende Häuser wieder genutzt werden.“

Im konkreten Fall des Gartengebietes zwischen Gartenstraße und Leimenkaute versicherte er, dass die Anwohner an einer Diskussion beteiligt würden, bevor irgendetwas entschieden werde – „wenn es überhaupt mal so weit kommen sollte“. (jpa)

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Quelle: HNA

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