Schulstraße in Ernsthausen

Arbeiten vor Wintereinbruch abschließen

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Vorarbeiter Hans Schluckebier (links) zeigt Bürgermeister Lothar Koch die Planungen für den Ausbau der Schulstraße in Ernsthausen. Die Firma möchte die Baustelle noch vor dem Wintereinbruch abschließen. Foto: Patricia Kutsch

Burgwald-Ernsthausen - Die Bagger rollen seit fast zwei Monaten durch die Schulstraße in Ernsthausen. Die Gemeinde investiert mehr als 375000 Euro in den Endausbau.

„Vor zehn Jahren wurden in der Schulstraße die Wasserleitungen und die Abwasserkanäle neu gemacht“, erklärt Bürgermeister Lothar Koch. Was nicht in Angriff genommen wurde, war der Endausbau der Straße. Nur eine Teerschicht sei aufgebracht worden. Der Endausbau sollte dann eigentlich schon im vergangenen Jahr in Angriff genommen werden – allerdings wartete die Gemeinde noch auf Fördergelder.

Förderung bewilligt

Denn die Schulstraße ist Teil eines Radwegs und damit förderfähig. In den Haushalten 2010 und 2011 hatte die Gemeinde also schon jeweils 120000 Euro für den Endausbau zur Verfügung gestellt. Nur die fehlende Bewilligung für Fördergeld zögerte die Arbeiten hinaus. „Zu Beginn des Jahres bekamen wir die Förderung dann doch bewilligt“, erklärte Koch.

Allerdings musste die Gemeinde mit der Ausschreibung und dem Baubeginn warten, bis der Förderbescheid ins Haus geflattert war – und der ließ sich Zeit bis Juli, ist aber immerhin 47000 Euro wert. Durchs Warten verzögerten sich Ausschreibung und Baubeginn allerdings bis in den August – nun hoffen Koch und die beauftragte Firma, noch vor dem Wintereinbruch mit den Arbeiten fertig zu werden.

Anschlüsse mit verlegt

Die Firma baut die rund 380 Meter lange Straße in zwei Etappen aus. Der erste Abschnitt endet an der Kreuzung zur Straße „Stangengrund“. Die Oberfläche ist bereits abgetragen, eine Rinne und die Straßenabläufe sollen laut Bauleiter Ulrich Wahle nächste Woche folgen. Dann fehle nur noch die Pflasterung für den Gehweg und die asphaltierte Tragschicht.

Die gleichen Arbeiten folgen dann im zweiten Teil der Straße – ganz zum Schluss werde dann die Deckschicht aus einem Guss in beiden Bauabschnitten asphaltiert, damit die Straße nahtlos wird. An der Kreuzung zum „Stangengrund“ wird zudem derzeit gebaggert: Die Anschlüsse für Wasser und Abwasser legt die Firma direkt in die anschließende Straße, damit die Schulstraße nicht erneut aufgerissen werde, wenn der „Stangengrund“ endausgebaut werde.

Die Arbeiten schlagen laut Koch voraussichtlich mit bis zu 375000 Euro zu Buche. Der Straßenbau koste 328000 Euro, der Kanalbau rund 41000 Euro und der Bau der Wasserleitung etwa 4000 Euro. Es entstehen zusätzliche Kosten von bis zu 60000 Euro, weil der weiche, sandige Boden unter der Straße teilweise ausgetauscht werden müsse. „Der Untergrund ist stellenweise nicht tragfähig genug“, erläuterte Vorarbeiter Hans Schluckebier. Die normale Auskofferungstiefe liege bei 50 Zentimetern. In der Schulstraße müsse der Boden stellenweise bis zu 90 Zentimeter tief ausgekoffert werden.

„Das wird aber nicht überall nötig sein“, sagte Koch. Eventuell würden die Arbeiten deshalb etwas günstiger als im Angebot kalkuliert.

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