Zertifikat für Nachwuchsförderung

Arbeitsagentur zeichnet das Kreiskrankenhaus Frankenberg aus

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Auszeichnung: Manfred Hamel von der Agentur für Arbeit (2. von links) überreicht das Zertifikat für Nachwuchsförderung an den Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, Gerhard Hallenberger (rechts), im Beisein des Leiters der Pflegeschule, Horst Schmitt, und der Auszubildenden Selin Korkmaz und Ali Alfihan. Die Übergabe fand in der geriatrischen Abteilung statt, an einem Sportgerät, das Patienten zur Mobilisation nutzen.

Frankenberg. Die Agentur für Arbeit in Korbach hat das Kreiskrankenhaus Frankenberg für sein „hervorragendes Engagement in der Ausbildung“ ausgezeichnet.

Der Geschäftsführer Manfred Hamel übergab das „Zertifikat für Nachwuchsförderung“ an Gerhard Hallenberger, den Geschäftsführer der Kreisklinik.

In der Woche der Ausbildung, einer Aktionswoche der Bundesagentur für Arbeit, würdigt die Korbacher Arbeitsagentur jährlich zwei Ausbildungsbetriebe im Landkreis. Diesmal wurde neben dem Kreiskrankenhaus auch das Krankenhaus in Bad Arolsen ausgezeichnet.

Das Motto der diesjährigen Aktion lautet „Ausbildung klarmachen“ und habe neben den jugendlichen Auszubildenden auch junge Leute bis circa 35 Jahren im Blick, die ihre Ausbildung abgebrochen oder noch keine gemacht haben oder in ihrem Beruf nicht eingestiegen sind, erläutert Hamel.

Das Kreiskrankenhaus sei sehr flexibel und biete auch jungen Leuten mit Migrationshintergrund die Chance zur Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger sowie als Krankenpflegehelfer. Es bilde mehr Pflegekräfte aus, als es selbst benötige, habe aber auch eine hohe Übernahmequote. Der Anteil der Auszubildenden in allen Ausbildungsberufen sei mit 20 Prozent sehr hoch.

Zudem gebe es einen „sehr guten Draht“ zwischen der Klinik, der Arbeitsagentur und der Berufsberatung. Und die Klinik biete sehr flexible Arbeitszeiten an, insbesondere für die ausgebildeten Kräfte.

Gerhard Hallenberger, seit Januar Geschäftsführer der Kreisklinik, nahm die Auszeichnung mit Freude entgegen und gab das Lob weiter „an die, die die eigentliche Arbeit haben“. Die Kreisklinik stehe zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, Menschen für Pflegeberufe auszubilden. „Sie werden dringend gebraucht“, sagt er. Er würdigte die jungen Menschen, die sich für diesen sozialen Beruf entscheiden.

Zwei von ihnen waren anwesend: „Mir macht die Arbeit großen Spaß“, sagte die 20-jährige Selin Korkmaz, die kurz vor der Zwischenprüfung als Krankenschwester steht. „Ich mag die Arbeit mit Menschen“, sagte der 24-jährige Ali Alfihan aus Syrien, der die Ausbildung zum Pflegehelfer macht und dann die dreijährige Ausbildung zum Gesundheitspfleger absolvieren will.

Horst Schmitt, Leiter der Pflegeschule, wies darauf hin, dass derzeit am Kreiskrankenhaus ein Neubau für die Schule entstehe, und dass in den neuen Räumen auch weitere EDV-basierte Schulungselemente zur Verfügung stehen werden – auch dank der Unterstützung des Fördervereins des Kreiskrankenhauses.

Quelle: HNA

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