Bromskirchen

Arbeitsgruppen legen Projektideen vor

- Bromskirchen (r). Die Arbeitsgruppen haben erste Ziele für die Dorferneuerung festgelegt. Alle sind aufgefordert, darüber zu diskutieren.

Wo soll das Dorf in zehn Jahren stehen? Wie soll soll es sich auf den Bevölkerungswandel vorbereiten? Wie lässt es sich auch in den nächsten Jahrzehnte so attraktiv gestalten, dass die Leute nicht wegziehen? Lassen sich vielleicht neue Arbeitsplätze schaffen? Solche entscheidenden Zukunftsfragen werden derzeit in Somplar diskutiert. Denn die Einwohner haben die Chance, sich auf die Herausforderungen „nachhaltig“ vorzubereiten – mit dem Dorferneuerungsprogramm des Landes.

Derzeit laufen die Vorarbeiten für das Dorfentwicklungskonzept, das im Mai beschlossen werden soll. Es enthält auch die kommunalen Projekte, die das Land bezuschusst.

Nachdem sich Somplarer ehrenamtlich in den drei Arbeitsgruppen „Funktion und Gestaltung“, „Infrastruktur und Grundversorgung“ sowie „Vermarktung und Tourismus“ intensiv mit den Stärken, Schwächen und den Entwicklungschancen ihres Dorfes beschäftigt haben, wurden im nächsten Schritt Ziele formuliert, die bei der Umsetzung der Dorferneuerung zu einer nachhaltigen Entwicklung führen sollen. Sechs Ziele haben die Gruppen benannt:

  1. Belebung des Dorfkerns durch die Bündelung oder Schaffung von altersübergreifenden Freizeit- und Kommunikationsangeboten.
  2. Sicherung und Ausbau der Grundversorgung durch Bündelung und Vernetzung vorhandener Angebote.
  3. Stärkung der Dorfgemeinschaft und der Identifikation aller Generationen mit Somplar durch das Wiederauflebenlassen alter Traditionen.
  4. Verbesserung der Breitbandversorgung, die eine schnelle Verbindung ins weltweite Internet bietet. Dies wird jedoch nicht über die Dorferneuerung des Landes gefördert.
  5. Bessere Ausnutzung des touristischen Potentials. Es gibt Ferienwohnungen, der Radweg durchs Nuhnetal ist in Planung.
  6. Bessere Nutzung vorhandener Räume für die verschiedenen Gruppen im Dorf. – Um diese „übergeordneten Ziele“ zu erreichen, haben die Arbeitsgruppen erste Projektideen entwickelt, die noch weiter ausgearbeitet werden

Beispiele:

  1. „Zielgruppenangepasste Umgestaltung“ des Spielplatzes im Dorfkern und Umgestaltung der Flächen am Sportplatz,für den Schwerpunkt Freizeitsport.
  2. Zentralisierung möglichst vieler Nutzungen im Dorfkern wie Spielen und Einkaufen, ein Marktplatz wäre denkbar, der auch dem Tourismus zu Gute käme. Zu diesem Thema haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppen getroffen, um Möglichkeiten vor Ort zu besprechen.
  3. Optische und funktionale Aufwertung des Friedhofes – seit längerem ein Bestreben von Ortsbeirat und Gemeinde.
  4. Erhalt des Jugendraumes, der sich derzeit in der Alten Schule befindet.
  5. Optische Aufwertung der Dorfeingänge und des historischen Dorfkernes.

Beim nächsten Treffen ist am Dienstag, 23. Februar, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus werden die bisherigen Ziele und Projektideen aus den Arbeitsgruppen öffentlich vorgestellt und besprochen.

Aus den Arbeitsgruppen wird an diesem Abend zudem unter der Regie des Büros Bioline der der zehn- bis zwölfköpfige „Arbeitskreis Dorferneuerung“ gebildet. Dessen Aufgabe besteht darin, die entstehenden Projekte von der Planung bis zur Umsetzung zu begleiten. Alle Somplarer sind zur Diskussion herzlich eingeladen.

Das Land setzt wie berichtet darauf, dass aus dem Dorf die Ansätze zur Fortentwicklung kommen, sie sollen nicht vom Planungsbüro oder gar von oben vorgegeben werden. Insofern lebt die Dorferneuerung nur, wenn sich möglichst viele beteiligen: Die Somplarer müssen zeigen, dass sie hinter dem, Programm stehen.

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