Agentur-Standort Frankenberg mit 3,3 Prozent Spitzenreiter

Arbeitslosenquote im Bezirk so niedrig wie seit 1984 nicht mehr

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg ist im September auf 3,7 Prozent gesunken. Im Bezirk der Arbeitsagentur Korbach, der Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder umfasst, sind es 3,8 Prozent - so niedrig wie seit 1984 nicht mehr.

Im Agenturbezirk sind aktuell 7069 Personen ohne Beschäftigung gemeldet. Im August waren es noch 344 und im September 2016 sogar 713 mehr Jobsuchende. 

Alle Personengruppen konnten von dem Aufschwung profitieren. Auch Arbeitslose mit Migrationshintergrund nutzten ihre Chance, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Gegenüber August sank ihre Arbeitslosigkeit moderat, gegenüber September 2016 ist aber noch ein deutliches Plus festzustellen. Dagegen setzt sich der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit weiter fort. 

Unvermindert hoch bleibt der Fachkräftebedarf der heimischen Unternehmen. 3114 Stellenangebote gibt es aktuell in beiden Landkreisen und damit über 30 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ein Anstieg, der landesweit der Höchste ist. Neue Mitarbeiter werden vor allem im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie von Zeitarbeitsfirmen gesucht. 

Der Schwalm-Eder-Kreis hat gegenüber Waldeck-Frankenberg diesmal die Nase vorn. Hier sank die Arbeitslosigkeit gegenüber Vormonat und Vorjahr vorwiegend im Rechtskreis SGB II deutlich stärker. Vor allem die Geschäftsstellen Fritzlar-Homberg und Schwalmstadt punkten gegenüber September 2016 mit einem zweistelligen prozentualen Minus, was in Waldeck-Frankenberg einzig Bad Arolsen vorzuweisen hat. Dennoch bleibt die Arbeitslosenquote in Schwalm-Eder mit 3,9 Prozent etwas höher als 3,7 Prozent in Waldeck-Frankenberg. Einsamer Spitzenreiter unter den Agenturstandorten ist übrigens Frankenberg mit nur 3,3 Prozent. 

„Die heimische Wirtschaft bei der Gewinnung von Mitarbeitern zu unterstützen, bleibt eine unserer wichtigsten Aufgaben“, betont Agenturchef Uwe Kemper. Der hohe Fachkräftebedarf, der sich in den vielen Stellenangeboten widerspiegele, sei jedoch nicht nur im Agenturbezirk Korbach sondern bundesweit eine große Herausforderung. Insbesondere für besonders betroffene Branchen, wie beispielsweise der Pflege, gelte das Ziel, innovative Lösungen über Grenzen hinweg zu finden. (red)

Quelle: HNA

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