Frankenberger Amtsgericht stellt Verfahren gegen Hainaerin ein

Arbeitsstunden statt Verurteilung

Frankenberg/Haina - Sobald sie 25 Stunden gemeinnützige Arbeit abgeleistet hat, wird ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen eine 19-Jährige aus Haina eingestellt.

Richterin Andrea Hülshorst und die Vertreterin der Staatsanwaltschaft zeigten sich einig darin, dass die junge Frau nicht nach Erwachsenenstrafrecht zu behandeln war, sondern nach Jugendstrafrecht. Die Hainaerin hatte im Juni einen Unfall verursacht, als sie beim Linksabbiegen einen Kleinbus übersehen hatte.

Beim Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge wurden zwei Erwachsene und drei Kinder im Kleinbus verletzt: Sie erlitten Prellungen, Schürfwunden, ein Kind hatte eine Kopfplatzwunde. Auch die Angeklagte musste wegen diverser Verletzungen und eines Bruches behandelt werden. Die junge Frau räumte die Tat sofort ein. Sie erläuterte, dass sie aufgrund von zwei Wanderern am rechten Fahrbahnrand abgelenkt gewesen sei: „Ich hab mehr nach rechts geguckt und bin einfach zu früh abgebogen.“ Ob sie den entgegenkommenden Kleinbus überhaupt registriert hatte, daran konnte sie sich nicht mehr erinnern. Von den Insassen des Kleinbusses liegen keine Strafanträge gegen die Hainaerin vor.

Eine Verurteilung sah die Vertreterin der Staatsanwaltschaft nach der Aussage der Frau als nicht notwendig an - dem stimmten der Vertreter der Jugendgerichtshilfe und letztendlich auch Richterin Andrea Hülshorst zu. Sie erlegte ihr gemeinnützige Arbeit als Auflage für die Einstellung des Verfahrens auf. (apa)

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