Bromskirchen

Aschermittwochsempfang der Gemeinde

- Bromskirchen. Einen „Rekordbesuch“ verzeichnete Bürgermeister Karl-Friedrich Frese beim sechsten Aschermittwochsempfang der Gemeinde: Etwa 120 Gäste hatten sich am Abend im Saal des Dorfgemeinschaftshauses eingefunden. Ein Grund sei wohl der Festredner, sagte Frese: Der neue Landrat Dr. Reinhard Kubat stellte seine politischen Ziele in der kleinsten Kommune des Kreises vor.

Unter den Gästen waren die Unternehmer Jürgen Ante und Wolf Hoppe mit Sohn Christian Hoppe, Sparkassendirektor Reinhold Clemens aus Battenberg, der Geschäftsführer des Frankenberger DRK-Kreisverbandes, Christian Peter, der Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge und viele Bromskirchener Kommunalpolitiker und Vereinsvertreter.

Ein „Abend der Begegnung“ solle der Empfang sein, sagte Pfarrer Dr. Uwe Buß in seiner Ansprache. Aber was bedeute Begegnung im Zeitalter der Kommunikation und der vernetzten Welt eigentlich? Als er in England studiert habe, hätten ihm Eltern und Großeltern noch Briefe per Hand geschrieben, heute würden jederzeit Mails übers Internet oder SMS per Handy verschickt.

„Wir kommunizieren rund um die Uhr und rund um den Globus – aber manchmal nicht mit unserem Nachbarn“, stellte Dr. Buß fest. Und oft bleibe der Kontakt im Internet anonym, während die „wirkliche Begegnung“ mit Menschen zu kurz komme. „Die Gemeinschaft lebt aber von der Begegnung“, bei dersich Menschen „mit offenem Visier und ohne doppelten Boden“ träfen.

Er warnte vor Vereinsamung und Isolation und verwies auf das Motto des „moderierten Prozesses“, ein „lebendiges und lebenswertes Bromskirchen“ zu schaffen. Entsprechend bemühten sich Gemeinde und Kirche, „Räume der Begegnung“ zu schaffen. Gott habe den Menschen als sein Ebenbild geschaffen und dem Mann die Frau zur Seite gestellt, weil es nicht gut sei, allein zu sein, sagte der Pfarrer: „Menschen sind auf Gemeinschaft angewiesen und brauchen die Begegnung.“ Dr. Buß rief auf, in der Fastenzeit bis Ostern auch über ein anderes Kommunikationsverhalten nachzudenken und getreu dem Fastenmotto der Kirche, mehr Nähe zu suchen.

Dazu bestand beim Empfang gleich die Gelegenheit. Zur Stärkung gab es traditionell eingelegte Heringe, die Regine Frese mit ihrem Team zubereitet hatte. Fisch und Getränke lieferten der Dorfladen. Auch für die in Blau gehaltene Dekoration hatte sie mit ihrem Team gesorgt. Erzieherinnen der Kindertagesstätte übernahmen die Bewirtung, hinter der Theke sorgte Hans-Otto Kreis für Nachschub an frisch gezapftem Bier und anderen Getränken.

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