Wolfgang Schwieder hat im Ortsbeirat Pläne für ein Kinderheim vorgestellt

Asyl für junge Flüchtlinge

Hier sollen die Jugendlichen einziehen: Wolfgang Schwieder plant im Bachweg 15 in Bottendorf eine Wohngruppe für Flüchtlinge aus Afghanistan, Somalia und Eritrea. Foto: Battefeld

Bottendorf. Das Haus im Bachweg 15 hat er schon gekauft, die Mitglieder des Ortsbeirates haben eine positive Empfehlung an die Gemeinde gegeben. Jetzt muss nur noch die zuständige Baubehörde einer Nutzungsänderung zustimmen:

Der Frankenberger Wolfgang Schwieder möchte in Bottendorf eine betreute Wohngruppe für Flüchtlinge einrichten, in der zehn männliche Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren leben sollen. Sollte das Kreisbauamt dem Antrag auf Nutzungsänderung entsprechen, sollen die Jugendlichen bereits im kommenden Mai einziehen.

Die Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, Somalia oder Eritrea und werden dem Diplom-Sozialpädagogen vom Jugendamt zugeteilt.

In dem Bottendorfer Heim würden die Jugendlichen rund um die Uhr von mehreren Aufsichtspersonen betreut. Außerdem kümmere sich eine Haushälterin um sie, kündigte Wolfgang Schwieder an.

„Es handelt sich um Kinder, die langfristig bleiben wollen und sich integrieren lassen wollen“, betonte der 59-Jährige, der bereits vier ähnliche Einrichtungen in Frankenberg und Cölbe betreibt (siehe Hintergrund).

Oftmals seien die Jugendlichen und Kinder vom „Familienrat“ aus ihrer Heimat weggeschickt worden um dem Bürgerkrieg zu entkommen und in der Fremde „ihr Glück“ zu machen. Meistens handele es sich um Waisen oder Halbwaisen.

„Es wäre schön, wenn Sie sagen: Wir freuen uns darauf“, hatte Schwieder den Ortsbeiratsmitgliedern mit auf den Weg gegeben, nachdem er seine Pläne in der dortigen Sitzung vorgestellt hatte.

Auf Anfrage der HNA teilte Ortsvorsteher Alexander Schuchard mit, der Ortsbeirat habe sich einstimmig für das Kinderheim ausgesprochen und eine entsprechende Empfehlung an die Gemeinde weitergegeben.

„Wir werden das jetzt so schnell wie möglich bearbeiten und dem zuständigen Kreisbauamt zur Entscheidung übergeben“, erläuterte Torsten Brand von der Bauverwaltung der Gemeinde Burgwald.

Nachbarn reagieren positiv

Wolfgang Schwieder zeigte sich zuversichtlich: „Ich rechne jetzt mit einem positiven Bescheid“, erklärte er gegenüber der HNA. „Wir werden das Haus innen entsprechend umbauen“. An dem äußeren Erscheinungsbild werde es keine Veränderungen geben.

Er habe auch bereits mit den Bewohnern des angrenzenden Nachbarhauses gesprochen und habe durchweg positive Rückmeldungen bekommen. „Die haben keine Vorbehalte“, meinte Wolfgang Schwieder.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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