Asylbewerber kommen nach Holzhausen

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Neue Unterkunft: In die ehemalige „Holzhäuser Stube“ in der Dorfmitte ziehen nächste Woche 17 Asylbewerber, die bisher in Fürstenberg untergebracht sind.

Holzhausen. Die „Holzhäuser Stube“ in Holzhausen wird ein Asylbewerber-Heim. Schon in der nächsten Woche werden dort 17 Asylbewerber einziehen – vor allem vom Balkan und aus Rumänien. Das erklärte Hartmut Wecker, der Sprecher des Landkreises, auf HNA-Nachfrage.

Der Holzhäuser Ortsbeirat steht dem Vorhaben skeptisch gegenüber – nicht aus Fremdenfeindlichkeit, wie Ortsvorsteher Oliver Zissel betonte, sondern wegen Bedenken in Sachen Infrastruktur. „Anders als vor 20 Jahren, als das Haus schon einmal Asylbewerber-Heim war, gibt es in Holzhausen kein Lebensmittelgeschäft und keinen Metzger mehr, und die Verkehrsanbindung ist auch nicht besser geworden“, sagte er.

Auch im Holzhäuser Nachbardorf Laisa wird über ein Asylbewerber-Heim diskutiert. Wie Bürgermeister Heinfried Horsel der HNA bestätigte, gab es zu diesem Thema eine formlose Anfrage des Landkreises, weil der neue Besitzer des ehemaligen Hotels am Ortseingang offenbar plane, dort Asylbewerber aufzunehmen. In dem großen Gebäudekomplex wohnten in den 90er-Jahren schon einmal Aus- und Übersiedler.

Obwohl es keine grundsätzlichen Bedenken gebe, habe die Stadt kein gesteigertes Interesse daran, dass dieses Vorhaben realisiert werde, sagte Horsel. Außerdem könne er nicht beurteilen, ob der bauliche Zustand des Gebäudes, das seit fast drei Jahren leer steht, eine Nutzung als Asylbewerber-Heim überhaupt zulasse.

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Quelle: HNA

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