DRK-Heim am Wingertsberg

Asylbewerber ziehen in früheres Seniorenheim

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In das ehemalige Seniorenheim am Wingertsberg in Battenberg ziehen heute sieben Asylbewerber ein.Archivfoto: Adel

Battenberg - Das DRK-Seniorenheim am Wingertsberg stand seit dem Umzug der Senioren teilweise leer. Am Freitag sollen dort sieben Asylbewerber ein vorübergehendes Zuhause finden

Sechs Erwachsene - darunter zwei Ehepaare - und ein Kleinkind ziehen laut Landkreis-Sprecherin Petra Frömel in das ehemalige Seniorenheim. Die Asylbewerber stammen aus Eritrea, Serbien und Somalia.

Wie die FZ berichtete, hatte der DRK-Kreisverband nach dem Auszug der Senioren beim Landkreis angeboten, Asylbewerber in das Haus am Wingertsberg aufzunehmen. Mitarbeiter des Kreises hatten das Gebäude, das durch seine vorherige Nutzung als Wohnheim über Zimmer mit Waschgelegenheiten, sanitäre Anlagen, Küchen und Aufenthaltsräume verfügt, bereits vor mehr als zwei Monaten besichtigt und überprüft. Die Anfrage vom Landkreis kam laut Christian Peter, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, vor einer Woche. „Es war nicht einfach, aber in enger Abstimmung mit dem Landkreis haben wir es geschafft, die Asylbewerber noch vor den Feiertagen unterzubringen.“ Bisher wohnten sie laut Peter in einer Jugendherberge in Willingen.

Heute ziehen die ersten Asylbewerber, die dem Landkreis zugewiesen wurden, in das ehemalige Seniorenheim ein. Nach Angaben des Landkreises könne noch nicht gesagt werden, wie lange die Asylbewerber am Wingertsberg wohnen werden. Die sieben neuen Bewohner werden in dem Anbau aus den 70er-Jahren wohnen - räumlich abgetrennt. Denn im zweiten Obergeschoss des Hauptgebäudes hat eine Jugendwohngruppe eine Unterkunft gefunden, deren Wohnhaus in Frankenberg im Oktober gebrannt hatte. Deren Heim wurde dadurch zunächst unbewohnbar (die FZ berichtete). „Die Bereiche sind komplett voneinander getrennt und haben auch jeweils eigene Haupteingänge“, sagte Peter.

Insgesamt können laut Peter 14 Asylbewerber in dem möblierten Wohnheim unterkommen. Es soll jedoch nur vorübergehend als Asylantenwohnheim genutzt werden. Langfristig kann Peter sich eine weitere Jugendhilfeeinrichtung in dem DRK-Heim vorstellen.

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