Frankenberger Tor

Auch Planer von Ausmaßen beeindruckt

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Die tragenden Pfeiler stehen – und lassen die Form des Frankenberger Tores bereits erahnen: Viel hat sich auf der größten Baustelle des Altkreises in den vergangenen Wochen getan. Der milde Winter hat nach Unternehmensangaben die Bauarbeiten begünstigt.

Frankenberg - Der "Nicht-Winter" hat dem Bau des Frankenberger Tores gutgetan: Die Arbeiter sind im Zeitplan. Schon in vier Wochen sollen die Außenarbeiten abgeschlossen sein. Und doch bleibt viel zu tun für Projektleiter Arno Jansen.

Von seinem Fenster im hinteren Bereich des Tegut-Gebäudes, gleich neben dem ehemaligen Havanna, hat Arno Jansen die größte Baustelle des Altkreises stets gut im Blick. Der Projektleiter wacht über das rasch wachsende Frankenberger Tor. Und so wie viele Bürger staunend vor der Baustelle stehen bleiben, sagt auch der Niederländer: „Selbst für uns ist das beeindruckend, obwohl wir es ja von anderen Baustellen kennen“. Das Einkaufszentrum nimmt tatsächlich beeindruckende Dimensionen an, die erst mit dem Setzen der Arkadenpfeiler und dem Einziehen der ersten Wände greifbar werden.

„Dieser Winter war für uns sehr positiv“, sagt Jansen über die vergangenen Wochen – denn Winter fand faktisch nicht statt. So erlaubte das Wetter ein reges Treiben auf der Baustelle. Trocken war es meist auch. „Wir haben in einigen Bereichen Zeit gutmachen können“, sagt er – und bleibt daher dabei: Das Frankenberger Tor soll noch in diesem Jahr eröffnen. „Aber dafür müssen wir auch Gas geben“, merkt er an. Denn auf einer modernen Baustelle dieser Ausmaße läuft vieles wie in einem modernen Produktionsbetrieb: „Wenn die Teile kommen, dann kommen sie“, sagt Jansen. Tatsächlich werden für den Rohbau die wenigsten Elemente direkt auf der Baustelle gefertigt. Mehr als 500 fertig gegossene Teile – von der Wand bis zum Pfeiler – lässt das Unternehmen anliefern. „Da muss man viel beachten. Das fängt schon beim Verkehr an“, sagt er.

Und es endet mit dem geringen Platzangebot am Ziel: „Unsere Baustelle ist sehr eng“, sagt Jansen: Weil derzeit direkt an der Röddenauer Straße Pfeiler und Wände gesetzt werden, müssen die Arbeiten im hinteren Bereich des Grundstücks ruhen.

Dort hat das Unternehmen eine zentrale Einfahrt geschaffen: Speditionen fahren die Baustelle stets über das Gewerbegebiet an, um den Verkehr zu entlasten. „Wir arbeiten da sehr gut mit dem Ordnungsamt, aber auch mit dem Bauamt zusammen“, sagt Jansen. Sperrungen würden auf das Nötigste beschränkt, Verunreinigungen so rasch wie möglich beseitigt.

Im Sommer geht es dann direkt an die Straße: „Zusammen mit der Stadt gestalten wir diesen Bereich neu“, erklärt Jansen. Bis dann sind die Arbeiten im Freien weitgehend abgeschlossen. „Schon in vier Wochen passiert draußen nicht mehr viel“, umreißt der Projektleiter den Zeitplan. Dann seien die Wände gesetzt, der Innenausbau beginne.

Dafür steht Ten Brinke in ständigem Kontakt mit den Mietern. Und es sollen zunehmend auch heimische Firmen zum Zuge kommen, etwa beim Thema Heizung und Sanitär. Wertschöpfung in der Region solle nicht nur durch den Einzelhandel im Objekt entstehen, sondern auch schon durch den Bau. „Aber wir haben auch langjährige Partner“, verweist Arno Jansen etwa auf das Dortmunder Unternehmen, dessen Kräne derzeit die Arkadenpfeiler setzen. Hilfe kriegen die gelben Dinosaurier allerdings dabei schon von Artgenossen aus dem Marburger Nordkreis. Zufrieden blickt Jansen aus seinem Fenster auf dieses Treiben und sagt erfreut: „Hier tut sich was“.

von Malte Glotz

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