Auch Platz für ein Festzelt - Umbau für 220.000 Euro

Battenberger Hänsel-und-Gretel-Platz soll umgestaltet werden

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Der Hänsel-und-Gretel-Platz in Battenberg: Die mittlere Ebene, derzeit schräg, soll geebnet werden und seitliche Sitzstufen erhalten. Künftig könnte an dieser Stelle auch ein Festzelt stehen.

Battenberg. Pläne zur Umgestaltung des zentral in Battenberg gelegenen Hänsel-und-Gretel-Platzes hat Landschaftsarchitektin Anja Ludwigs vom Büro Riehl/Bauermann aus Kassel im Stadtparlament vorgestellt.

Umfangreiche Vorarbeiten und viele Ideen hatte die Arbeitsgruppe „Platz da“ innerhalb des Projektes „Zukunftssicherung Battenberg“ eingebracht. Die Umgestaltung soll rund 220.000 Euro kosten – mitfinanziert über das Förderprogramm Dorfentwicklung des Landes.

„Wir wollen den Hänsel-und-Gretel-Platz weiterentwickeln, aber nicht Tabula rasa machen“, stellte Anja Ludwigs zu Beginn ihrer Präsentation klar. Die vielleicht wichtigste Nachricht für die Battenberger: Hänsel-und-Gretel-Brunnen sowie die Sandsteinwand zu Marburger Straße hin werden bleiben. Eine Änderung, die das Kasseler Büro vorschlägt, ist eine Aufteilung des Platzes in drei Bereiche:

• unten der Brunnen mit den Hänsel- und Gretel-Figuren;

• in der Mitte der zentrale Platz, der kein Gefälle mehr haben soll. Dort soll Platz für ein kleines Festzelt sein;

• der obere Bereich, der mit einer Hecke abgepflanzt wird und als „Bühne“ oder Aufstellmöglichkeit für Marktbuden dienen könnte.

Die künftig ebene Fläche in der Mitte soll Sitzstufen und einen Plattenbelag aus Betonsteinen erhalten. Der obere Bereich soll einen Splittbelag (wassergebundene Decke) bekommen und sich auch zum Boule-Spiel eignen.

Wichtiges Thema ist die Barrierefreiheit: die Ebenen sollen über einen seitlichen Weg stufenlos begehbar sei. Für die Bepflanzung schlagen die Planer eine „lebhafte Mischung“ mit Bäumen, Hecken und Sträuchern vor, die farblich zur Umgebung passen und gut zu pflegen sein sollen.

Die Kosten bezifferte Anja Ludwigs auf etwa 220 000 Euro, wovon 160 000 Euro auf den ersten Bauabschnitt (Höhenstaffelung und Sitzstufen) entfallen würden. Die weiteren Arbeiten könnten später erledigt werden.

„Wir haben auch über öffentliche Toiletten diskutiert und wollten zusätzlich eine Ladestation für E-Bikes“, berichtete Klaus Hinrichs (BL Battenberg) aus dem Arbeitskreis „Platz da“. Beides sieht der BLB-Fraktionsvorsitzende „eher im zweiten Abschnitt“.

Burkhard Becker (SPD) erhielt auf seine Frage, ob die Sandsteinwand am Brunnen erhalten bleibe, ein klares Ja.

In die Planung sollte auf jeden Fall der Ausbau der Marburger Straße einbezogen werden, forderte der Bauausschuss-Vorsitzende Dirk Wind. „Das versteht sich von selbst“, antwortete Bürgermeister Christian Klein. Mit den Behörden sei noch „Fein-Tuning“ zu leisten.

Das Parlament nahm die Planungen zur Kenntnis. Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es noch nicht.

Quelle: HNA

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