Vier Weißstörche in der Ederwiese entdeckt

Auch Störche leiden unter der Hitze

Vier Weißstörche in der Ederwiese entdeckt

Allendorf-Eder. Gleich vier Weißstörche haben Passanten im hohen Gras der Ederwiesen zwischen Allendorf und der Eder ausgemacht. Aus größerer Distanz hat der Naturfotograf und HNA-Mitarbeiter Gerhard Kalden drei dieser Störche mit einem starken Teleobjektiv im Bild festgehalten (siehe Foto).

Beobachtungen zeigen, dass die Adebare offenbar genügend Nahrung im hohen Gras fanden. Ständig pickten sie zu und schluckten deutlich sichtbar. Vermutlich waren es Insekten, die sie von den Gräsern aufnahmen.

Deutlich wurde allerdings auch, dass die Stelzvögel unter der großen Hitze litten. Das Thermometer zeigte zum Zeitpunkt der Beobachtung plus 34,5 Grad Celsius an. Die Störche hielten ihre Schnäbel zwischen der Nahrungsaufnahme ständig offen, um sich über verdunstenden Speichel Kühlung zu verschaffen. An ihren roten Schnäbeln war zu erkennen, dass alle vier Störche Altvögel waren. Ob einer von ihnen beringt war, konnte man nicht erkennen.

In früheren Zeiten war der Weißstorch Brutvogel im oberen Edertal. Bis 1904 gab es Bruten in Battenfeld-Eder, bis 1912 brüteten Weißstörche in Rennertehausen, 1943 gab es ein Brutpaar in Röddenau. Immer wieder werden Weißstörche auch zwischen Battenberg und Frankenberg gesichtet.

2008 besetzte ein Brutpaar eine vom NABU aufgestellte Nisthilfe an der Wesemündung bei Giflitz. Nach über 100 Jahren brüteten damit wieder Weißstörche im Edertal des Kreises Waldeck-Frankenberg. Auch in Schreufa gab es 2002 einen spektakulären Brutversuch auf einem Industrieschornstein. (zqa)

Quelle: HNA

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