Bromskirchen

„Auf den Betten“ soll wieder Heide blühen

- Bromskirchen. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter am Donnerstag, Flächen am Sportplatz und um das Ferienhausgebiet Auf den Betten“ wieder in Huteflächen mit Magerrasen und Heideumzuwandeln. Sie sollen als „flächenhaftes Naturdenkmal“ ausgewiesen werden.

Noch bis in die 1970er Jahre hinein wurden die Wiesen genutzt, es gab bis zu zwei Gemeindehirten, die mit den Schafherden umherzogen. Doch mit dem Wandel der Landwirtschaft wurden die Flächen nach und nach aufgegeben, vor allem Nadelbäume und Ginster verdrängten die Heide. Diese Entwicklung soll jetzt umgekehrt werden: Auf zwölf Hektar sollen wieder Schafe weiden.

Die Rodungsarbeiten übernehmen der Bauhof und Mitarbeiter der Jugendkontakthilfe unter der Aufsicht des Revierförsters Karl-Werner Iske. Mit Karsten Steuber hat die Gemeinde einen Landwirt gefunden, der die Flächen mit einem Partner extensiv bewirtschaften will. Schafe und Ziegen sollen für den Erhalt der Kulturlandschaft sorgen, zweimal im Jahr sollen sie auf den Flächen grasen. Für die ersten sechs Jahre zahlt der Kreis Steuber für dessen Leistungen eine Entschädigung, später soll die Beweidung über Programme der Europäischen Union für naturnahe Landwirtschaft finanziert werden. Die Kreisverwaltung hat die fachliche Aufsicht, die Flächen gehören der Gemeinde.

Der Kreis sei mit der Idee an die Gemeinde herangetreten, berichtete Bürgermeister Karl-Friedrich Frese.Die Umwandlung könne dazu beitragen, Bromskirchen attraktiver zu machen, die Hutewiesen könnten als Ausflugsziel beworben werden. Negative Auswirkungen auf die Jagd seien nicht zu befürchten. Kosten kämen auf die Gemeinde nicht zu.

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