Zwei Brüder aus dem Erzgebirge investieren mit Hilfe des Kellerwaldvereins

Erlebnisfloß ist neue Attraktion auf dem Edersee

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Mit Erlebnisfloß in die erste Saison am Edersee: Die Brüder René und Ronny Findeisen aus dem Erzgebirge haben den Bootssteg „sun and fun“ übernommen.

Edersee. Zwei Brüder aus dem Erzgebirge haben einen Bootssteg an der Edertalsperre übernommen und starten mit einem neuen Angebot in ihre erste Saison. Gruppen bis zu zehn Personen können mit einem Erlebnisfloß in See stechen.

Die Brüder René und Ronny Findeisen kommen seit fünf Jahren regelmäßig aus dem Erzgebirge zum Angeln an den Edersee. Aus dem Hobby wurde ein Beruf: Die beiden haben kürzlich die Bootssteganlage mit Wassersportcenter „sun and fun“ übernommen und starten mit frischem Wind in ihre erste Saison am Edersee. Blickfang sind ihre nagelneuen Erlebnisflöße für bis zu zehn Personen.

Zwei dieser barrierefreien Wasserfahrzeuge im Wert von jeweils knapp 30 000 Euro wurden mit 35 Prozent zu den Netto-Anschaffungskosten aus dem Leader-Programm gefördert. „Die Erlebnisflöße stellen eine Neuheit am Edersee dar und sind damit konkurrenzlos“, sagte Lisa Küpper von der Regionalen Entwicklungsgruppe Kellerwald-Edersee. Das Vorhaben passe in die regionale Strategie und diene der „Profilierung der Region als touristisches Ziel“ und der „Förderung von Lebensqualität und Kultur der Region“.

Der Bad Wildunger Bürgermeister Volker Zimmermann als Vorsitzender der Entwicklungsgruppe begrüßte die rustikalen Wasserfahrzeuge: „Wir müssen Angebote für alle Gäste haben, und ein Holzfloß passt einfach hierher.“ Es habe im Vorfeld durchaus Kritik gegeben, räumte er ein. Dabei ging es vor allem um die Sorge vor Lärm-Exzessen bei Partys auf dem Floß.

Edertals Bürgermeister Klaus Gier zeigte sich zuversichtlich: „Es ist sehr gut, dass wir ein zusätzliches Angebot am Edersee etablieren können. An guten Tagen haben wir weit mehr Gäste als Angebote.“ Irmhild Weber von der Förder- und Fachbehörde Landkreis Waldeck-Frankenberg, Dorf- und Regionalentwicklung, stellte besonders den Willen der Brüder heraus, Netzwerke in der Region zu bilden. Dazu zählten die Zusammenarbeit mit National- und Naturpark, Edersee Touristic, Fahrrad- und Segwayverleih und Gastronomie. „Solche Leute brauchen wir hier.“ Für den Hemfurther Ortsbeirat bot Helge Maurer den Neueinsteigern Unterstützung beim Vernetzen an.

Ein Problem ist laut René und Ronny Findeisen noch die Bewirtung von Gäste-Gruppen. Hier sei nach Rücksprachen mit einigen Gastronomiebetrieben noch keine verbindliche Lösung gefunden.

René Findeisen freut sich auf seine erste Saison am Edersee. „Meine Gäste sagen: Ich arbeite da, wo andere Urlaub machen“, sagt der 38-Jährige, der bisher als freiberuflicher Dozent gearbeitet hat. Die bisherige Palette an Booten soll erweitert werden, angedockt am Bootssteg sind schon neue Alu-Angelboote für Sportangler. „Wir wollen das anbieten, was uns bisher als Angler am Edersee gefehlt hat“, umreißt Findeisen die Strategie. „Wir haben noch viele Ideen.“ Sein Bruder Ronny ist Mitinhaber, bleibt aber weiter als Unternehmer im Erzgebirge tätig.

Quelle: HNA

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