Endspurt bei Vorbereitungen aufs Landesfest

Hessentagsstraße in Korbach: Aufbau der Bühnen und Stände 

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Kletterkünstler und Monteur: Oliver Maibaum von der Projektagentur „Meddewader“ aus Bad Oldesloe verbindet Bauteile für die Ausstellung „Hessen schafft Wissen“ auf der Hauer.   

Korbach. An jeder Ecke kümmern sich Aussteller, Handwerker und Anwohner um den letzten Schliff für den Hessentag in Korbach. 

Die Stadt soll glänzen. Das große Landesfest findet vom 25. Mai bis zum 3. Juni statt. Ein Hupen zum Gruß, das Brummen einer Motorsense am Straßenrand, das Klimpern von Werkzeug, Vogelgezwitscher und der Glockenklang der Kilianskirche ertönen zur Mittagszeit. Eine unvergleichliche Geräusche-Mischung bildet den Soundtrack zu unserer Tour über die Hessentagsstraße.

Fast stündlich entstehen neue Stände, minütlich wird ein weiteres Gerüst rund um die vielen Bühnen aufgebaut. Gabelstapler sausen durch die Stadt. Ein Laster nach dem anderen liefert Bauteile an, Techniker schleppen Kisten in die Festhalle.

Die Blicke der Menschen verraten Vorfreude. Städtische Mitarbeiter bewässern Kugelprimeln an einer Straße, während in einem anderen Beet schon Mohnblumen blühen, so als ob diese gerade vom umtriebigen Wuseln der Aufbauarbeiten um sie herum geweckt worden sind.

Aussteller auf der Hessentagsstraße

Autofahrer diskutieren mit Sicherheitspersonal an abgesperrten Straßen. Wagen mit Zufahrtsberechtigung passieren die künftige Festmeile, Aussteller studieren Pläne und suchen ihre Plätze. „Sie können bis neun Uhr morgens Waren anliefern“, erklärt Ilselore Jost vom Ordnungsamt einem Korbwaren-Händler aus Polen. 200 Aussteller der Hessentagsstraße sollen in diesen Tagen eingewiesen werden.

Richtig viel zu sehen gibt es schon auf dem Gelände der „Natur auf der Spur“. Ein riesiger Storch aus Holz ragt über die hübschen Holzhütten, die Bereiche des Forstes, Bildhauer, Direktvermarkter und vieles mehr beherbergen werden. Hier wird gesägt und geklebt, was das Zeug hält.

Emsig greifen Burkhard Rößner, Frank Adam und Franky Gysen von Hessen-Forst zu ihren Rechen. Wer das Zelt nebenan betritt, befindet sich plötzlich im Wald. Die Ausstellung ist dem Nationalpark Kellerwald nachempfunden. Eindrücke wie diese machen Lust darauf, das Fest zu besuchen, sobald es offiziell losgeht.

Und schnell wird klar, dass die zehn Tage nicht ausreichen werden, um alles aufzusaugen. Wovon manche kaum genug kriegen können, wird anderen vielleicht zu viel: So mancher Anwohner hat einen Sichtschutz Richtung Hessentagsstraße aufgebaut.

Einige schneiden jetzt noch Büsche zurück, bauen ein neues Tor und verpassen ihrem Wohnhaus einen bunten Anstrich. Maler, Elektriker, Schreiner – an allen Ecken wird gewerkelt.

Im Biergarten stehen schon die Tische und Bänke, so als ob die Gäste jederzeit zum Feiern, Essen und Trinken einkehren könnten.

Quelle: HNA

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