Kirchengemeinde Hohes Lohr im Kellerwald feiert Gottesdienst am Himmelfahrtstag im Freien

Mit Auferstehung Jesu und dem Himmel auseinandergesetzt

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Haina-Löhlbach - Rund 150 Menschen nahmen am Donnerstag am Himmelfahrts-Gottesdienst der Kirchengemeinde Hohes Lohr im Kellerwald teil. Pfarrer Dr. Renz begrüßte die Gemeinde auf dem Vorplatz des Paul-Gerhard-Hauses.

Bewusst sollte die Schöpfung in der erwachenden Natur erlebt werden, weswegen der Gottesdienst unter freien Himmel stattfand. Der Schöpfungsgedanke erneuert sich schließlich im jährlichen Frühlingserwachen, diesen Aspekt griff der Löhlbacher Kirchenchor in einem Lobpreisungslied auf, dass die Sängerinnen unter der Leitung von Irene Tripp zu Beginn des Gottesdienstes schwungvoll vortrugen. Nach einer kurzen Lesung einiger Löhlbacher Konfirmanden durfte auch das fröhliche „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ von Paul Gerhard nicht fehlen. Die Gemeinde sang kräftig das beliebte Lied und wurde dabei vom Musikzug der Löhlbacher Feuerwehr unter der Leitung von Markus Ochse begleitet. Eine weitere musikalische Bereicherung erfuhr der Gottesdienst durch das Spiel der Gitarrengruppe „Saitwärts“, die unter anderem „Ich lobe meine Gott von ganzen Herzen“ spielte und sang. Auf Jesu Auferstehung in den Himmel ging Pfarrer Dr. Renz in seiner Predigt ein. Er verwies auf die beiden vorigen Himmelfahrts-Gottesdienste. Er erinnerte daran, dass er und der damalige Hainaer Pfarrer Dr. Mosig einmal zwei Angler gemimt hätten und beim jüngsten Mal einen Reporter und einen Raumfahrer. Bei diesen beiden Rollenspielen ging es jedes mal um die Suche nach Jesus, der nach seiner Auferstehung doch irgendwo im Himmel zu finden sein müsse, aber trotz aller Mühen weder von den beiden Anglern mit ihren Fernrohren noch von dem Raumfahrer Mosig-Gagarin gefunden wurde. Dr. Renz beleuchtete die Vorstellungen, die mit der theologischen Bedeutung des Himmels assoziiert werden. Er sagte: „Der Himmel dreht sich um Gutes. Man kann ihn nicht festhalten, er kommt und er geht. Wenn er aber da ist, können das für uns ganz unterschiedliche Momente des Glücks, tiefer Zufriedenheit oder etwa ausgelassener Freude sein.“ Zu diesem Thema hatten die Konfirmanden aus Papier Wolken ausgeschnitten. Pfarrer Renz bat sie, diese Wolken an die Gemeindeglieder zu verteilen – die Mädchen machten das immer ordentlicher, bemerkte er scherzhaft. „Falls Sie also eine akkurat ausgeschnittene Wolke bekommen, ist diese von einer Konfirmandin.“ Die Gemeindeglieder hatten die Aufgabe, den Satz „Für mich ist der Himmel...“ auf den verteilten Wolken zu vervollständigen. Die „anonymen Wölkchen“ wurden danach wieder von den Jugendlichen eingesammelt. Nach einem weiteren festlichen Lied unter Begleitung des Löhlbacher Musikzuges endete der Gottesdienst. Danach ließ sich die Gemeinde ein gemeinsames Mittagessen schmecken. Es gab Würstchen, Braten und Erbsensuppe aus einem „Kanonentopf“ . Mit einer Tasse Kaffee oder einem kühlen Getränk endete das Fest am frühen Nachmittag. Auch das Wetter spielte mit, indem es ein paar dunkle Wolken einfach vorbei ziehen ließ, ohne dass es regnete.

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