Tot aufgefundenes Tier könnte seltene Wildkatze sein - DNA soll Klarheit bringen

Totgefahren: Diese an der Straße nach Friedrichshausen nahe Frankenberg gefundene Katze sieht sehr nach einer Wildkatze aus. Eine Untersuchung soll Klarheit schaffen. Foto: Kalden

Frankenberg. Der Anruf eines heimischen Nabu-Mitglieds erreichte jetzt einen Biologen in Frankenberg. In dem Telefonat berichtete der Anrufer von einer toten, am Straßenrand bei Frankenberg liegenden Katze – nach seiner Meinung eine Wildkatze.

Deshalb fuhr der Biologe spontan an die beschriebene Stelle – und im Schein seiner Taschenlampe konnte er in der Dämmerung die Vermutung des Anrufers bestätigen: Der Totfund scheint mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine totgefahrene Wildkatze zu sein.

Die tote Katze lag nur rund 200 Meter vom östlichen Stadtrand Frankenbergs entfernt an einer Leitplanke an der Straße nach Friedrichshausen im Bereich der Abfahrt zur B 252/B253 -Umgehung. Sie wurde geborgen und damit möglicherweise vor einem nahrungssuchenden Fuchs in Sicherheit gebracht.

Die äußerlich unverletzte, tote Katze weist alle Merkmale einer Wildkatze auf – wie einen stumpf endenden, buschigen und schwarz geringelten Schwanz, den fleischfarbenen Nasenspiegel, schwarze Sohlen und vor allem das verwaschen-gelbliche Fell (löwenfarbig), das als sicheres Merkmal für Wildkatzkatzen gilt. Zudem fiel noch der breite, massige Kopf auf.

Um jedoch eine endgültige Sicherheit zu erhalten, dass es sich tatsächlich um eine seltene Wildkatze handelt, sind Fotos an einen Wildkatzenexperten im Nationalpark Harz geschickt worden. Dort soll vor allem eine Analyse der Erbsubstanz (DNA) letzte Klarheit bringen. Dazu wurde von dem toten Tier eine Haarprobe entnommen, bevor es eingefroren wurde.

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Von Gerhard Kalden

Quelle: HNA

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