Battenberg

„Auhammer“ sucht 200 neue Arbeiter

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- Battenberg (da). Bis Ende 2013 soll die Belegschaft des traditionsreichen Unternehmens auf 830 anwachsen. Benötigt werden vor allem Fachkräfte.

Noch vor einem Jahr stand das Eisenwerk Hasenclever vor einer ungewissen Zukunft. Rund 600 Arbeitsplätze standen auf dem Spiel. Inzwischen steht fest: Der Traditionsbetrieb, eines der ältesten Unternehmen Nordhessens, ist gerettet – und plant sogar 200 Neueinstellungen. Bis 2013 soll die Belegschaft auf 830 Mitarbeiter wachsen, schon bis Ende 2011 auf 680. Kurzarbeit ist momentan kein Thema – allerdings müsse die Entwicklung in Japan abgewartet werden, schränkt Geschäftsführer Dieter Koch ein.

Insgesamt also gute Nachrichten für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Schule – Wirtschaft, die am Mittwoch den „Auhammer“ besuchten und sich über die laufenden Umstrukturierungen informierten. Vor allem der Bedarf an Facharbeitern steige, berichtete Dieter Koch. Deshalb bildet der Betrieb über seinen derzeitigen Bedarf hinweg aus: Beschäftigt werden 36 gewerblich-technische Auszubildende und drei kaufmännische Lehrlinge. „Wir sind gezwungen, auf die eigene Ausbildung Wert zu legen, um Facharbeiter zu haben“, sagte Dieter Koch. Er betonte, dass es bei den Mitarbeitern auch auf soziale Kompetenzen ankomme. Von derzeit 620 Mitarbeitern sind 200 Facharbeiter und 330 angelernte Arbeiter. Der Anteil der Fachkräfte steige stetig.

„Wir haben große Herausforderungen zu bewältigen“, betonte Dieter Koch. „Es ist notwendig, den Standort und die Produktpalette zu restrukturieren.“ Möglich sei das nur durch die Hilfe der Gesellschafter, der Mitarbeiter und der örtlichen Banken. Den Umsatz im vergangenen Jahr bezifferte er auf rund 70 Millionen Euro. Die Produktion der Kurbelwellen, die in den vergangenen 30 Jahren auf dem „Auhammer“ im Mittelpunkt stand, laufe Ende des Jahres aus, berichtete Koch. „Wir sind damit in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig.“ Noch bilde der Eisenguss den Hauptanteil an der Produktion, der Stahlguss werde aber schon bald 80 bis 90 Prozent an der Jahresproduktion ausmachen, berichtete Werksleiter Alexander von Waldow. Bis zum Jahr 2013 werden 20,4 Millionen Euro ins Unternehmen investiert.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 25. März

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