Parlament in Battenberg

Ausschuss für drastische Erhöhung

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Battenberg - Teilweise beträgt die Kostendeckung bei den Friedhofsgebühren nur 20 Prozent. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses befürworten eine deutliche Anhebung, die über die Vorschläge der Stadtverwaltung hinaus geht.

Bürgermeister Heinfried Horsel sprach während der Sitzung von einer „drastischen Anhebung“. Sie sei nötig, um den Fehlbetrag im Haushalt zu reduzieren. Nach der Erhöhung der Friedhofsgebühren weise im städtischen Etat nur noch die Kinderbetreuung ein Defizit auf – und das solle nicht angegangen werden. „Dann haben wir unsere Hausaufgaben gut gemacht“, befand der Bürgermeister.Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sahen das offenbar ähnlich – eine Aussprache zur Erhöhung gab es nicht.

Nicht angetastet werden die Gebühren für das Ausheben und Schließen eines Grabes und die Einebnungsgebühren – sie sind nach wie vor kostendeckend. Die Bestattungsgebühren bleiben bis auf die Urnenquader ebenfalls unverändert. Die Gebühren für den Erwerb und die Verlängerung des Nutzungsrechts an einer Grabstätte steigen hingegen deutlich: Für Urnengräber sollen statt bisher 120 Euro ab dem 1. Juli, also diesem Sonntag, 200 Euro fällig werden. Für den 1. Juli 2013 ist ein Anstieg auf 300 Euro vorgesehen. Insgesamt bedeutet das eine Erhöhung um 150 Prozent. Einzel- und Tiefgräber kosten derzeit noch 165 Euro. Ab 1. Juli 2012 müssen 300 Euro, ein Jahr später dann 450 Euro gezahlt werden.Fast um das Dreifache steigen die Kosten für den Erwerb eines Doppelgrabs: Von derzeit 330 Euro zunächst auf 600, ab 1. Juli 2013 dann auf 900 Euro. Die Beisetzung von Urnen in der Urnenwand auf dem Battenberger Friedhof kostet künftig 425 statt bisher 385 Euro. Grund für die Erhöhungen: Teilweise waren nur ein Fünftel der Kosten gedeckt.

Aus dem gleichen Grund sollen auch die Gebühren für die Benutzung der Friedhofskapellen und Leichenhallen angehoben werden: Der Kostendeckungsgrad lag durchschnittlich bei 23 Prozent. Für die Nutzung der Gebäude in Battenberg, Dodenau, Laisa und Frohnhausen werden künftig 150 statt bisher 65 Euro fällig. In Berghofen werden die Gebühren von 30 auf 60 Euro verdoppelt – dort gibt es nur ein kleinen Häuschen zur Sargaufbewahrung.

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte einmütig zu, das letzte Wort hat am Donnerstag das Stadtparlament.

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