Gäste aus Amerika und Australien

Nachfahren von Auswanderern zu Gast in Münchhausen

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Flaggenschmuck und Geschenke: Am Gasthaus Forellenhof in Münchhausen wurden am Vorabend des Grenzgangsfestes die Auswanderer-Nachfahren aus Australien und USA herzlich begrüßt von Holger Durben (rechts) und Bürgermeister Peter Funk (Zweiter von rechts).

Münchhausen. Zu Gast in Münchhausen sind Nachfahren von Auswanderern aus dem 19. Jahrhundert. Die Gäste sind aus den USA und Australien angereist. Organisiert werden die Begegnungen von Heimatforscher Holger Durben.

„Jetzt ist die Zeit und Stunde da, wir ziehen nach Amerika. Der Wagen steht schon vor der Tür, mit Weib und Kindern ziehen wir...“ Abschied, Trauer, Trennung, Hoffnung auf das Glück in der Neuen Welt - dies alles spiegelten die Auswandererlieder wider, die am Vorabend des Grenzgangsfests in Münchhausen erklangen.

Die Gäste aus Australien und Amerika, Nachkommen von Auswanderern des 19. Jahrhunderts, erlebten nicht ohne Rührung ein Stück Geschichte ihrer eigenen Vorfahren mit.

Der Heimatforscher Holger Durben, der seit Jahren die Begegnungen mit ehemaligen in Übersee lebenden Auswandererfamilien organisiert und ihre Familiengeschichten erforscht, hatte für die Besucher im Restaurant Forellenhof wieder einen herzlichen Empfang mit Flaggen und Nationalhymnen vorbereitet.

Für die Gemeinde Münchhausen hieß Bürgermeister Peter Funk die internationalen Gäste mit kleinen Erinnerungsgeschenken willkommen. „Unser Grenzgang ist immer etwas ganz Besonderes“, sagte er.

Zur Tradition dieser internationalen Besuche gehört immer ein Fachvortrag von Professor Dr. Siegfried Becker, Kulturwissenschaftler an der Marburger Philipps-Universität, der diesmal am Beispiel von Auswandererliedern im 19. Jahrhundert die soziale und wirtschaftliche Situation in der dörflichen Gesellschaft schilderte.

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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