Nach Unfall: Autofahrer flüchtet zu Fuß in den Wald

Ernsthausen. Ein laut Polizei stark alkoholisierter Autofahrer ist nach einem von ihm verursachten Zusammenstoß mit zwei Verletzten und 35.000 Euro Schaden zu Fuß in den Wald geflüchtet. Zeugen und Polizisten verfolgten den 40-Jährigen und bekamen ihn schließlich zu fassen.

Der Mann aus einem Ortsteil der Gemeinde Burgwald musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben, ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss und Unfallflucht. Den Wert der absoluten Fahruntüchtigkeit, der in Deutschland bei 1,1 Promille liegt, habe der Autofahrer beim Atemalkoholtest bei weitem überschritten.

Wie die Frankenberger Polizei am Dienstagmorgen berichtete, war es am späten Sonntagnachmittag zwischen Ernsthausen und Rosenthal zu dem Unfall gekommen. Der 40-Jährige befuhr die L 3087 in Richtung Rosenthal, als er in einer langgezogenen Rechtskurve die Kontrolle über seinen Opel Insignia verlor - die Polizei nennt Glätte und Alkohol am Steuer als Ursachen.

Der Wagen schleuderte um 17.45 Uhr in den Gegenverkehr und rammte den entgegenkommenden Opel Zafira einer Familie aus Rosenthal. Der Zafira schleuderte nach dem Anstoß in den Graben, der 42 Jahre alte Fahrer und seine 25-jährige Ehefrau erlitten Prellungen, der zweijährige Sohn des Ehepaars blieb glücklicherweise unverletzt. Das Auto des Unfallverursachers stellte sich quer und blieb auf der Fahrbahn stehen.

Nach dem Unfall sei der 40-Jährige ausgestiegen und sofort in den Wald geflüchtet, ohne sich um den Schaden oder die Verletzten zu kümmern. Hinzukommende Autofahrer, darunter ein Polizeibeamter der Frankenberger Wache in der Freizeit, nahmen zu Fuß die Verfolgung des Flüchtigen auf.

Die wenig später an der Unfallstelle eintreffende Polizeistreife machte sich ebenfalls auf die Suche nach dem 40-Jährigen. „Tief im Wald“ sei der Mann dann entdeckt und festgenommen worden. Er musste zunächst mit zur Dienststelle nach Frankenberg kommen, später brachten ihn die Ordnungshüter zur Blutentnahme ins Krankenhaus.

Neben den strafrechtlichen Folgen kommt nun auch noch die Begleichung des Unfallschadens auf den 40-Jährigen zu: An beiden Autos war bei dem Zusammenstoß wirtschaftlicher Totalschaden von insgesamt 35000 Euro entstanden. Der Insignia und der Zafira mussten abgeschleppt werden.

www.112-magazin.de

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare