Bottendorf

Autoverwerter parkt mehrere Hundert Gebrauchtwagen auf einer Wiese

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- Burgwald-Bottendorf (jos). Durch die staatliche Umweltprämie für den Kauf eines Neuwagens bei gleichzeitiger Verschrottung eines gebrauchten Fahrzeugs ist der Andrang bei der Firma „Autorecycling Frankenberg“ groß. So groß, dass laut Coskun Özcubukcu die Schrottpresse am Firmensitz in der Berleburger Straße in Frankenberg nicht hinterherkommt.

Weil auch die Abstellflächen auf dem Gelände des Unternehmens zu klein geworden sind, hat die Firma jetzt eine Fläche im Bottendorfer Gewerbegebiet gepachtet. Dort stehen derzeit mehrere Hundert Gebrauchtwagen auf einer Wiese, von einem Bauzaun umschlossen.

Wer die auch „Abwrackprämie“ genannte Zahlung vom Staat erhalten will, muss nachweisen, dass ein mindestens neun Jahre alter Gebrauchtwagen verschrottet wurde. In den vergangenen Tagen ging durch die bundesweiten Schlagzeilen, dass Autoschieber die Abwrackprämie im großen Stil missbrauchen würden – und viele Gebrauchtwagen nicht in der Schrottpresse, sondern in Afrika oder Osteuropa landen würden.

Ökzubukcu betonte auf FZ-Nachfrage, dass alle in Bottendorf abgestellten Autos verschrottet würden. Gerüchteweise hieß es im Ort, dass die Autos illegal auf der Wiese im Gewerbegebiet parken würden. Von einer anstehenden Zwangsräumung ist gar die Rede gewesen. Das entkräftet allerdings das Kreisbauamt auf FZ-Nachfrage.

Zunächst sei man zwar davon ausgegangen, dass das Vorhaben der Autorecycling Frankenberg GmbH genehmigungspflichtig sei. Doch dann habe die Behörde festgestellt, dass nur ein sogenanntes freigestelltes Genehmigungsverfahren nötig sei. Das bedeutet, dass der Abstellplatz für die Autos lediglich von einem Architekten bei der Baubehörde „angezeigt“ werden muss – was laut Auskunft des Amtes geschehen ist. Die alleinige Haftung für eventuelle Schäden wie beispielsweise durch das Auslaufen von Öl liege damit in der Verantwortung von Architekt und Bauherr.

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