B-252-Umfahrung verzögert sich: Klagen von Nabu und Privatperson

Wetter/Lahntal. Gegen den Planfeststellungsbeschluss zur B-252-Umgehung durch das Wetschaftstal sind zwei Klagen eingereicht worden: eine vom Naturschutzbund Hessen (Nabu) und eine von einer Privatperson. Damit verzögert sich der Baubeginn auf ungewisse Zeit.

Das teilte der Pressesprecher des Verwaltungsgerichtshofs Kassel, Richter Harald Pabst, am Freitag auf HNA-Anfrage mit. Am Donnerstagabend war die Klagefrist abgelaufen. Die Nabuklage war am Mittwoch eingereicht worden. Sie ging laut Richter Pabst ohne Begründung ein.

Sechs Wochen Zeit

Die Kläger haben seinen Angaben nach sechs Wochen Zeit, die Begründung nachzureichen. Danach werden die Unterlagen ans Hessische Verkehrsministerium weitergeleitet, das Gelegenheit zur Stellungnahme bekomme. „Eine mündliche Verhandlung über die Klagen wird voraussichtlich im Jahr 2013 terminiert werden“, sagte der Richter. Zu der Privatklage machte er keine Angaben.

Die Klagen sorgen bei den B-252-Anliegern für Ärger. „Das Maß des Erträglichen ist für viele erreicht“, sagte der Lahntaler Bürgermeister Manfred Apell der HNA. Er erinnert daran, dass die Umgehung seit 40 Jahren gefordert werde. „Manche von denen, die sich dafür eingesetzt haben, sind schon tot“, sagte er.

Und nun verzögere sich das Projekt weiterhin. Ein Baubeginn sei nicht in Sicht.

Jeder habe das Recht zu klagen, sagte er weiter. Sein Ärger betrifft eher das Land. „Ich hätte dem Staat zugetraut, solch ein Projekt schon längst umgesetzt zu haben.“ (mab)

Quelle: HNA

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