B-252-Umgehung in Burgwald: Streit ist programmiert

Burgwald. Die B-252-Umgehung in Burgwald stand zwar nicht auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter am Freitagabend, aber sie war beherrschendes Thema unter den Parlamentariern beim anschließenden Jahresabschluss-Essen.

Auch wenn sie sich angesichts des nahen Weihnachtsfestes zurückhaltend äußerten, wurden die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern der geplanten Trasse deutlich. Das Thema, das mehrere Jahre kontrovers in der Gemeinde diskutiert worden war, wird im kommenden Jahr wieder aktuell: Dann will Hessen-Mobil den Technischen Vorentwurf der Umfahrung vorstellen. Wie berichtet, soll sie westlich von Ernsthausen verlaufen, südlich von Wiesenfeld auf die K 117 geführt werden, dann östlich an Wiesenfeld und Burgwald vorbeigehen und nördlich der Burgwaldkaserne auf die Frankenberger Südumgehung münden. Diese Trasse 7 modifiziert beschloss die Gemeindevertretung 2008 mehrheitlich.

Die gut ausgebaute Strecke der B 252 von Ernsthausen nach Bottendorf durch den Schafterbach soll zum Feldweg zurückgebaut werden. Wie berichtet, lehnten die beteiligten Planungsbehörden eine Anbindung der Westumfahrung Ernsthausens an die bestehende B 252 im Schafterbach ab. Aus Natur- und Vogelschutzgründen sei die Anbindung allenfalls in einem Tunnel möglich. Dafür seien die Baukosten zu hoch, hieß es.

Auch wenn die Trasse 7 modifiziert beschlossen wurde, fordern Trassenkritiker weiterhin die Anbindung der Westumgehung an den Schafterbach. Es sei nicht nachvollziehbar, dass diese breite Straße nicht genutzt werden soll, meint auch Bürgermeister Lothar Koch, der beim Trassenbeschluss noch nicht im Amt war. „Das ist meine private Meinung“, sagte er auf die HNA-Frage, ob er sich gegen den Parlamentsbeschluss stelle.

Parlamentschef Heinz Klem (SPD) hingegen betonte am Freitag: „Es gilt der Beschluss der Gemeindevertretung für die Trasse 7 modifiziert. Andere Variante stehen nicht zur Debatte.“ So sehen es auch Vertreter der Wählergemeinschaft Bottendorf und der FWG Birkenbringhausen.

Kontroverse Diskussionen sind also programmiert, wenn der Technische Vorentwurf vorliegt und die Gemeindevertretung dazu ihre Stellungsnahme abgibt. Die Bürgerlisten Ernsthausen und Burgwald sowie Bürger aus Wiesenfeld berufen sich auf zwölf Forderungen zur Trassenführung, die die Gemeindevertreter im Vorfeld der Entscheidung für die Trasse 7 modifiziert erarbeitet hatten. Doch der Zwölf-Punkte-Katalog ist nicht Bestandteil des Parlamentsbeschlusses von 2008.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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