Spatenstich auf der Sackpfeife

B253-Ausbau zwischen Ludwigshütte und Eifa

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Hatzfeld-Eifa - Mit einem feierlichen Spatenstich hat Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch heute gemeinsam mit Gerhard Rühmkorf vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den beiden Landräten Robert Fischbach (Marburg-Biedenkopf) und Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg) den Ausbau der Bundesstraße 253 zwischen Biedenkopf-Ludwigshütte und Hatzfeld-Eifa eingeleitet.

Die Gesamtkosten für die 2,707 Kilometer lange Strecke betragen rund 9,78 Mio. Euro und werden vom Bund getragen.

"Die B 253 hat als eine der Hauptverkehrsadern für den Wirtschaftsraum Waldeck-Frankenberg eine große Bedeutung und ist die wichtigste Zugangsverbindung an das westliche nationale und internationale Fernstraßennetz“, sagte Rentsch. Die Bundesstraße verbindet darüber hinaus direkt die beiden Landkreise Marburg-Biedenkopf und Waldeck-Frankenberg und ist somit auch Verbindung mit den Wirtschaftsräumen Ostwestfalen und Lahn-Dill. „Deshalb nimmt der Ausbau als herausragende Infrastrukturmaßnahme in der Region einen besonderen Stellenwert ein“, so Rentsch weiter.

Die Bundesstraße führt auf der ca. 674 m hohen Sackpfeife, durch ein überregional touristisch bedeutendes (Wanderwege, Loipen, Rodelbahn, Sessellift, Skiabfahrt) sowie waldreiches Gebiet. Rund 4.500 Fahrzeuge mit einem überdurchschnittlichen Lkw-Anteil von etwa 18 Prozent nutzen diese Verbindung täglich.

Die Linienführung der vorhandenen B 253 ist im Bereich der Sackpfeife durch starke Gefälle von bis zu sieben Prozent und enge Kurvenradien geprägt, die noch dem Streckenverlauf der historischen Wagenstraße entsprechen. Zudem steht pro Fahrtrichtung nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dies führt insbesondere in den Wintermonaten zu Verkehrsbehinderungen – in Ausnahmefällen kommt der Verkehr durch querstehende Lkw sogar völlig zum Erliegen. Außerdem kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Wildunfällen und einer besonderen Häufung von Unfällen unter Beteiligung von Zweiradfahrern.

Der zukünftige Straßenverlauf orientiert sich an der vorhandenen Trasse. In den Steigungsbereichen wird es eine zusätzliche dritte Fahrspur geben, um Möglichkeiten zum Überholen von Lastkraftwagen zu schaffen. Zudem werden die engen Kurvenradien an verschiedenen Stellen entschärft. Dies wird insbesondere in den Wintermonaten die Verkehrsqualität verbessern. Komplettsperrungen der Bundesstraße aufgrund liegengebliebener Lkw können somit weitestgehend ausgeschlossen werden. Der Eingriff in Natur und Landschaft wird zugleich möglichst gering gehalten.

In der jetzt begonnenen Baumaßnahme wird zunächst eine 50 Meter lange und 15 Meter hohe Brücke über den Quellbach gebaut. Bauvorbereitende Arbeiten haben bereits am 15. Oktober dieses Jahres begonnen. Um die Baugrube zu sichern, war eine zweiwöchige Vollsperrung der B 253 während der Herbstferien notwendig.

Voraussichtlich Mitte 2013 beginnt der Bau von zwei Brücken über den Kesselbach. Auch der Streckenbau soll zu diesem Zeitpunkt starten. Hierfür wird die B 253 abschnittsweise voll gesperrt werden müssen.

Die Gesamtmaßnahme soll wahrscheinlich im dritten Quartal 2015 abgeschlossen sein.

Mehr im Laufe des Tages.

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