Bürger bringen Kosten von 7000 Euro mit Eigenleistung und Spenden auf

Backofen am Somplarer Dorfmittelpunkt eingeweiht

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Frisch aus dem neuen Backofen: (von links) Reinhard Müller mit den letzten Broten der Einweihungsfeier, Ortsvorsteher Wulf-Dieter Bohland, Peter Vaupel und Dieter Kemmler. 

Somplar. Der neue Somplarer Backofen ist am Dorfmittelpunkt „AK2“ im kleinen Backhaus eingeweiht worden.

Ab 12 Uhr wurde das erste von den Helferinnen frisch gebackenen Backhausbrot verkauft. Es fand reißenden Absatz. Zum Mittagessen gab es Pizza und später zum Kaffee Blechkuchen.

Ortsvorsteher Wulf-Dieter Bohland begrüßte die Gäste und informierte: „Unser AK2 ist im Rahmen der Dorferneuerung zum Dorfmittelpunkt geworden. Leider haben die Ideen der Planer, regelmäßige Markttage zu veranstalten, nicht so richtig geklappt.

Umso mehr freut es mich, dass die Idee mit dem Backofen von den Vereinen und den Bürgern Somplars entstanden ist. Ich bin guter Dinge, dass wir hier die alte Tradition des Brotbackens wieder aufleben lassen können. Das geht aber nur, wenn alle hier an einem Strang ziehen, die Jungen müssen Verantwortung übernehmen und die älteren Erfahrung, aber auch Verantwortung weitergeben.“

Seinen besonderen Dank richtete Bohland an Peter Vaupel: „Peter war Planer, Bauleiter und Ofenbauer zugleich. Vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz.“ Bohland dankte auch Dieter Kemmler, der Vaupel beim Einbauen und Mauern unterstützt hatte.

„Unser tägliches Brot gib uns heute – das wird auf der ganzen Welt gebetet. Im alten Ägypten gab es bereits die unterschiedlichsten Brotarten,“ sagte Pfarrerin Ruth Schönfeld, als sie auf die Geschichte des Brotes einging.

„Brot ist urgermanisch. In Deutschland gibt es rund 3200 Brotsorten, von denen wir uns gesund ernähren können. Ich hoffe, dass sich hier fleißige Anwender finden. Vielleicht schafft es dann auch ein Somplarer Brot ins Weltkulturerbe, wie einige andere aus Sachsen-Anhalt.“

„Da kommt ein Stück Tradition ins Dorf zurück,“ sagte Bürgermeister Otmar Vöpel in seinem Grußwort. Er dankte allen, die sich handwerklich oder als Sponsoren beteiligt hatten.

Die Kosten des Backofens von rund 7000 Euro wurde durch Eigenleistung der örtlichen Vereine und Spenden abgedeckt. Auch bei der Einweihungsfeier stand noch eine Spendenbox parat. 

Quelle: HNA

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