Hatzfeld

Bahn hat Trasse noch nicht verkauft

- Hatzfeld (da). Bürgermeister Uwe Ermisch hofft, dass sich die Bahn und die Stadt noch in diesem Jahr über einen Verkauf der alten Bahnstrecke einigen. Im nächsten Jahr könnte dann der Bau des Radwegs beginnen.

Nachdem die Stadtverordneten den Bau befürworteten, verzögert sich der Beginn des Radwegbaus. Ursprünglich sollten schon in diesem Herbst die Rodungsarbeiten auf der still gelegten Bahnstrecke beginnen. Doch Bahn und Stadt haben sich noch nicht auf einen Kaufpreis geeinigt: Die Bahn verlangt mehr, als Hatzfeld zahlen will.

Um welche Summen es geht, sagte Bürgermeister Uwe Ermisch gegenüber der FZ nicht. Er habe ein neues, konkretes Angebot gemacht, dass jetzt in verschiedenen Abteilungen des Konzerns diskutiert werde. „Derzeit gibt es wenig Bewegung.“ Ermisch hatte zuvor mit einer Vertreterin der Bahn verschiedene Punkte der Trasse, deren Gleise schon vor Jahren abgebaut worden waren, angeschaut. Zu den bahneigenen Flächen zählen aber nicht nur die reine Trasse, sondern auch angrenzende Grundstücke. Insgesamt handelt es sich um 216 000 Quadratmeter. In einem Gutachten wird der Wert auf einen Nettobetrag von 125 000 Euro beziffert.

Die Bahn verlangt offenbar deutlich mehr. Man werde sich „irgendwo in der Mitte“ treffen, sagte Ermisch. Der Bürgermeister hofft, dass es noch in diesem Jahr zu einer Einigung kommt. „Dann könnten wir im ersten Quartal 2010 mit den Rodungsarbeiten beginnen.“ Dabei sollen die Trasse entwurzelt und Bäume und Sträucher gestutzt werden. Der eigentliche Bau des Radwegs wird auf zwei Jahre – voraussichtlich 2010 und 2011 – gestreckt.

Geplant ist, im nächsten Jahr von Beddelhausen bis zum Holzhäuser Bahnhof, 2011 dann bis Dodenau zu bauen. Der erste Teil ist 8,1 Kilometer lang, der zweite 2,44 Kilometer. Der Radweg schließt eine Lücke des Ederradwegs – Radler mussten im Bereich der Stadt Hatzfeld bislang weitgehend auf öffentliche Straßen ausweichen. Die Strecke führt nach der Fertigstellung unter anderem zweimal über die Eder und durch den alten Tunnel zwischen Reddighausen und Dodenau.

Die voraussichtlichen Kosten betragen Insgesamt kostet der Weg rund 2,33 Millionen Euro – wobei die Kosten für die Bahntrasse noch die Unbekannte in der Gleichung darstellen. Den Großteil bezahlen Land (1,4 Millionen) und Kreis (210 000 Euro).

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