Scheele: „22 Millionen plus auf dem Konto?“ · Scholl: „Attraktive Perspektive“

Bahnhofsgebäude nicht außer Acht lassen

Zwei Bahngleise würden mit dem Umbau entfallen, unter anderem das jetzige Gleis eins. Zeichnungen: Oppermann/PLF

Frankenberg - Fasziniert von den Plänen, verunsichert aufgrund der offenen Fragen: Das Stimmungsbild der Politiker im Überblick:

„Das könnte ein Schmuckstück werden“, sagte Uwe Patzer von den Grünen. Die Frage der Finanzierung dürfe jedoch nicht erst bei den Etatberatungen 2014 gestellt werden. Er verwies auf die klamme Stadtkasse und die Diskussion darüber, ob sich die Stadt deshalb überhaupt „eine neue Friedhofskarre“ leisten kann. Seine Verwunderung drückte Henning Scheele von der Bürgerliste über die Begeisterung einiger Fraktionen aus. „Man könnte den Eindruck bekommen, wir hätten nicht 22 Millionen Euro minus auf dem Konto, sondern plus.“ Es müsse klar sein, „wie das Bahnhofsgebäude nachhaltig entwickelt werden kann“. In allen Überlegungen müsste das Gebäude zwingend eine Rolle spielen. Die Frage der „Trägerschaft und der Nutzung des Bahnhofsgebäudes“ muss auch nach Ansicht von Hendrik Sommer von der SPD im Vorfeld einer Entscheidung mitdiskutiert werden. CDU-Vertreter Stefan Scholl sagte: „Uns ist eine attraktive Perspektive aufgezeigt worden. Bei der Förderung kann man ja eigentlich gar nicht Nein sagen.“ Sein Fraktionskollege Hans-Peter Lückel wies darauf hin, „dass bei allen Angeboten für das Gebäude die Sanierungskosten nicht außen vor gelassen werden dürften“. Ein Konzept aus einem Guss forderte auch Klaus Kalabis von den Grünen. „Es wäre schwer zu vermitteln, wenn wir in den Platz investieren und die Baracken bleiben stehen.“ (rou)

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